Therapieblog als RSS Feed http://therapieblog.de Therapieblog - Der Blog über Therapie und Behandlung de-de Methusalem Datas Lachen... eine Geschichte zum Lachen Androiden haben es schwer, keine Gef&uuml;hle und so. Da bleibt so manches &uuml;brig, das sich Brent Spiner alias Commander Data nur w&uuml;nschen konnte. Der omin&ouml;se 'Q' erf&uuml;llt ihm dann in einer Szene einen unausgesprochenen Wunsch. Als ein &quot;Go-away-present&quot;, ein Geschenk zum Abschied. Die englische Fassung bedarf an einer Stelle einer &Uuml;bersetzung. Geordi La Forge fragt Data, warum er lacht. &quot;Keine Ahnung&quot;, sagt er. &quot;Aber es ist ein wundervolles Gef&uuml;hl&quot;.<br /> <br /> <br /> &lt;object width=&quot;480&quot; height=&quot;385&quot;&gt;&lt;param name=&quot;movie&quot; value=&quot;http://www.youtube-nocookie.com/v/DLIU5tC3LAs&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;rel=0&amp;color1=0x5d1719&amp;color2=0xcd311b&quot;&gt;&lt;/param&gt;&lt;param name=&quot;allowFullScreen&quot; value=&quot;true&quot;&gt;&lt;/param&gt;&lt;param name=&quot;allowscriptaccess&quot; value=&quot;always&quot;&gt;&lt;/param&gt;&lt;embed src=&quot;http://www.youtube-nocookie.com/v/DLIU5tC3LAs&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;rel=0&amp;color1=0x5d1719&amp;color2=0xcd311b&quot; type=&quot;application/x-shockwave-flash&quot; allowscriptaccess=&quot;always&quot; allowfullscreen=&quot;true&quot; width=&quot;480&quot; height=&quot;385&quot;&gt;&lt;/embed&gt;&lt;/object&gt; Methusalem http://therapieblog.de/Datas_Lachen_eine_Geschichte_zum_Lachen 2010-04-27 00:51:31 Nein, meine Pille nehm ich nicht... Eine neue Studie aus den USA macht auf Kommunikationsprobleme zwischen &Auml;rzten und Patienten aufmerksam - Nebenwirkungen (untersucht wurden Antidepressiva) werden verschwiegen, weil man sich daran gew&ouml;hnt hat und wenn die &Auml;rzte dann nicht danach fragen, kommt es eben vor, dass die Tabletten einfach abgesetzt werden. Ob das sinnvoll ist?<br /> <br /> Kommt es darauf an, mehr zu erkl&auml;ren und zu begr&uuml;nden, wof&uuml;r ein Medikament gut sein soll? Oder mehr darauf, Nebenwirkungen eben auch dann mitzuteilen, wenn nicht direkt danach gefragt wurde? Methusalem http://therapieblog.de/Nein_meine_Pille_nehm_ich_nicht 2010-04-20 18:27:10 Nanotechnologie - Zukunft der Krebstherapie? Noch ist es Zukunftsmusik, aber neue Forschungsergebnisse zeigen Behandlungsm&ouml;glichkeiten auf, die bisher noch kaum vorstellbar waren. Nanodiscs und ein leichtes Magnetfeld k&ouml;nnen Krebszellen zerst&ouml;ren. Und das im Gehirn, bei einer sehr schwer zu behandelnden Krebsart also. Ein Team aus Medizinern im Tumorzentrum der Universit&auml;t Chicago und der Energiebeh&ouml;rde der USA (Department of Energy) hat eine Technik entwickelt, die vergoldete Eisen-Nickel-Microdisks verwendet. Zusammen mit einem Magnetfeld l&ouml;sen diese winzigen Elemente den Tod der Krebszellen aus. Umliegendes gesundes Gewebe bleibt dabei verschont. Und das ist ein entscheidender Vorteil gegen&uuml;ber den bisherigen Behandlungsmethoden wie Bestrahlung oder Chemotherapie.<br /> <br /> Einen Einblick in die Nanotechnology gibt das folgende Video aus dem Jahr 2006. Der Text ist auf Englisch, aber man kann sich auch so einen Eindruck verschaffen, worum es geht.<br /> <br /> &lt;object width=&quot;480&quot; height=&quot;385&quot;&gt;&lt;param name=&quot;movie&quot; value=&quot;http://www.youtube-nocookie.com/v/uf6EGvl7nJo&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;rel=0&amp;color1=0x006699&amp;color2=0x54abd6&quot;&gt;&lt;/param&gt;&lt;param name=&quot;allowFullScreen&quot; value=&quot;true&quot;&gt;&lt;/param&gt;&lt;param name=&quot;allowscriptaccess&quot; value=&quot;always&quot;&gt;&lt;/param&gt;&lt;embed src=&quot;http://www.youtube-nocookie.com/v/uf6EGvl7nJo&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;rel=0&amp;color1=0x006699&amp;color2=0x54abd6&quot; type=&quot;application/x-shockwave-flash&quot; allowscriptaccess=&quot;always&quot; allowfullscreen=&quot;true&quot; width=&quot;480&quot; height=&quot;385&quot;&gt;&lt;/embed&gt;&lt;/object&gt;<br /> <br /> Nanotechnologie in der Medizin: das folgende Video gibt Einblicke in die Nanotherapie am Beispiel des Prostatakarzinoms.<br /> <br /> &lt;object width=&quot;480&quot; height=&quot;385&quot;&gt;&lt;param name=&quot;movie&quot; value=&quot;http://www.youtube-nocookie.com/v/Yb4ufoZS4vs&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;rel=0&amp;color1=0x234900&amp;color2=0x4e9e00&quot;&gt;&lt;/param&gt;&lt;param name=&quot;allowFullScreen&quot; value=&quot;true&quot;&gt;&lt;/param&gt;&lt;param name=&quot;allowscriptaccess&quot; value=&quot;always&quot;&gt;&lt;/param&gt;&lt;embed src=&quot;http://www.youtube-nocookie.com/v/Yb4ufoZS4vs&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;rel=0&amp;color1=0x234900&amp;color2=0x4e9e00&quot; type=&quot;application/x-shockwave-flash&quot; allowscriptaccess=&quot;always&quot; allowfullscreen=&quot;true&quot; width=&quot;480&quot; height=&quot;385&quot;&gt;&lt;/embed&gt;&lt;/object&gt;<br /> <br /> Insgesamt ist die Methode noch nicht ausgereift, weitere Studien sind geplant. Aber das Potental der Nanotechnologie ist nach Einsch&auml;tzung der Forscher enorm. <br /> <br /> Literatur:<br /> <br /> DOE/Argonne National Laboratory (2010, February 12). Nanomaterials may help fight cancer. ScienceDaily. Retrieved February 16, 2010, from http://www.sciencedaily.com&shy; /releases/2010/02/100210211731.htm Methusalem http://therapieblog.de/Nanotechnologie___Zukunft_der_Krebstherapie 2010-02-16 03:53:59 Verhaltensanalyse - was ist das eigentlich? Es ist gar nicht so einfach, eine brauchbare Einf&uuml;hrung in die Verhaltensanalyse im Internet zu finden. Die meisten Texte gehen sehr schnell zu Fachbegriffen &uuml;ber, verwenden Abk&uuml;rzungen, die den Fachleuten zwar vertraut, Laien aber zun&auml;chst sehr fremd sind. Und dann kommt nat&uuml;rlich die Frage, ob das alles nicht etwas k&uuml;nstlich, funktional, abstrakt und theoretisch ist. Wof&uuml;r ist die Verhaltensanalyse gut und was kann man damit anfangen? <br /> Das folgende Video erl&auml;utert die funktionale Verhaltensanalyse mit Anwendungsbeispielen.<br /> <br /> &lt;object width=&quot;480&quot; height=&quot;385&quot;&gt;&lt;param name=&quot;movie&quot; value=&quot;http://www.youtube-nocookie.com/v/R_TYt44FMG4&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;rel=0&quot;&gt;&lt;/param&gt;&lt;param name=&quot;allowFullScreen&quot; value=&quot;true&quot;&gt;&lt;/param&gt;&lt;param name=&quot;allowscriptaccess&quot; value=&quot;always&quot;&gt;&lt;/param&gt;&lt;embed src=&quot;http://www.youtube-nocookie.com/v/R_TYt44FMG4&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;rel=0&quot; type=&quot;application/x-shockwave-flash&quot; allowscriptaccess=&quot;always&quot; allowfullscreen=&quot;true&quot; width=&quot;480&quot; height=&quot;385&quot;&gt;&lt;/embed&gt;&lt;/object&gt;<br /> <br /> Irgendwie war mir das dann doch noch zu abstrakt. Und so entstand eine Folienpr&auml;sentation zum Durchklicken - ohne die K&uuml;rzel, mit kurzen Erl&auml;uterungen, die man sich in aller Ruhe durchlesen kann. Technisch war das zun&auml;chst eine Bastelei... aber es funktioniert.<br /> Methusalem http://therapieblog.de/Verhaltensanalyse___was_ist_das_eigentlich 2010-02-15 21:27:18 Gef&auml;lschte Medikamente im Internet Es ist einfach, es geht schnell - Medikamente kann man auch im Internet kaufen. Doch leider finden sich auch gef&auml;lschte Produkte darunter. Und das kann bedeuten, dass man irgend ein Mittelchen zu sich nimmt, bei dem man nicht weiss, was wirklich drin ist.<br /> Das Problem w&auml;chst - und wirft f&uuml;r Verbraucher die Frage auf, woran man denn nun seri&ouml;se Angebote von unseri&ouml;sen unterscheiden kann. Ein Hinweis auf eine F&auml;lschung kann der fehlende Beipackzettel sein - wenn die Verpackung aber t&auml;uschend echt imitiert wurde, wird es schwierig. <br /> <br /> Es ist auch nicht so einfach, eindeutige Kriterien zu finden, anhand derer sich erkennen l&auml;sst, ob eine Versandapotheke seri&ouml;s ist. Im Zweifelsfall (meine pers&ouml;nliche Meinung) w&uuml;rde ich dann doch lieber in eine echte Apotheke gehen. Sparen hin und her - wenn es dabei lebensgef&auml;hrlich wird...<br /> <br /> Wer die Suchfunktionen nutzt, kann einige Artikel zum Thema &quot;gef&auml;lschte Medikamente&quot; finden. Als Informationsquelle zur Problematik habe ich unten einen Link zu einem aktuellen Podcast des SWR 2 eingef&uuml;gt. Die Sendung dauert etwa 20 Minuten.<br /> <br /> Methusalem http://therapieblog.de/Gefaelschte_Medikamente_im_Internet 2010-02-03 18:12:25 Daten zum Gesundheitswesen Das Bundesministerium f&uuml;r Gesundheit in Deutschland hat die neuesten Daten zum Gesundheitswesen ver&ouml;ffentlicht. Spannend wie ein Roman... Leben und Sterben in Deutschland, Entwicklung der Bev&ouml;lkerung, Krankheiten und Sterblichkeit, Gesundheitszustand und Ern&auml;hrungverhalten, Arzneimittel, Gesundheitsberufe, Versicherungsschutz usw..<br /> Die Statistiken k&ouml;nnen als PDF-Datei heruntergeladen werden.<br /> In der Datei finden sich au&szlig;erdem Telefonnummern des B&uuml;rgertelefons beim Bundesministerium, einschlie&szlig;lich des Schreib- und Bildtelefons f&uuml;r H&ouml;rgesch&auml;digte/Geh&ouml;rlose.<br /> Methusalem http://therapieblog.de/Daten_zum_Gesundheitswesen 2010-01-18 11:41:09 Mango gegen Krebs? Schmeckt gut und k&ouml;nnte gegen Krebs helfen. K&ouml;nnte hei&szlig;t dabei, dass bestimmte Krebszellen auf Mango reagieren. Im Labor konnten Ern&auml;hrungsforscher aus Texas nachweisen, dass Mango das Wachstum von Darmkrebs und Brustkrebs stoppt und der Entwicklung von Krebszellen vorbeugt.<br /> Dabei wurden verschiedene Mangosorten untersucht: Kent, Francine, Ataulfo, Tommy/Atkins und Haden. Untersucht wurde auch die Wirkung auf Lungenkrebs, Leuk&auml;mie und Prostatakarzinom. Auch hier zeigte Mango Wirkung, ohne die gesunden Zellen zu sch&auml;digen. Die deutlichste Wirkung aber zeigte sich bei Brustkrebs und Darmkrebs.<br /> Weitere Studien sind geplant - und wenn sich die klinische Wirkung best&auml;tigen sollte, k&ouml;nnte Mango eine schmackhafte Erg&auml;nzung im Ern&auml;hrungsplan von Krebspatienten werden.<br /> Methusalem http://therapieblog.de/Mango_gegen_Krebs 2010-01-12 13:09:43 Gibt es die optimale Medizin? (Alpha Campus) In zwei Teilen besch&auml;ftigt sich eine Sendung auf br alpha mit der Frage nach dem modernen Stand der Medizin. Dabei geht es um Pflegemanagement, Fragen der &Ouml;konomie, Ethik, Medizinforschung usw.<br /> Der erste Teil wird am Dienstag, 12. Januar 2009, der zweite Teil am Dienstag, 19. Januar 2009 ausgestrahlt. N&auml;here Infos finden sich in der Beschreibung auf der Seite 'Alpha Campus' (siehe Link).<br /> Methusalem http://therapieblog.de/Gibt_es_die_optimale_Medizin_Alpha_Campus 2010-01-11 17:18:56 Therapie der Depression: den positiven Moment verl&auml;ngern Eine gute Frage im Angesicht neuerer Forschungsergebnisse: sollte es in der Therapie der Depression ein Therapieziel sein, den positiven Moment zu verl&auml;ngern, wenn man davon ausgeht, dass Depressive gerade damit ihre Schwierigkeiten haben?<br /> Die Frage, die im Blog der Psychotherapie-Praxis Dr. Rose Shaw aufgeworfen wird, ist berechtigt (Link siehe unten). Und meine pers&ouml;nliche Antwort ist ein klares Ja. Wenn man von kognitiven Therapieans&auml;tzen ausgeht, in denen es auch darum geht, angenehme T&auml;tigkeiten ausfindig zu machen, also auch: herauszufinden, &quot;was gut tut&quot;, l&auml;sst sich ein solches Therapieziel gut integrieren.<br /> <br /> Ausgehen vom Grundmodell des BASIC-ID lassen sich konkrete Ansatzpunkte benennen, wie das ganz konkret aussehen kann. Dazu gehe ich einfach die Buchstaben des Modells durch - allerdings nicht im englischen Original, sondern in der deutschen &Uuml;bersetzung.<br /> <br /> Verhalten (im Original 'B' f&uuml;r Behavior): die &Uuml;berlegungen zu angenehmen Aktivit&auml;ten sollten sinnvollerweise vorausgegangen sein. Dann l&auml;sst sich fragen, was davon l&auml;nger als bisher vollzogen werden kann. Also: was von dem, was angenehm ist, l&auml;sst sich verl&auml;ngern, um mehr davon haben zu k&ouml;nnen?<br /> <br /> Gef&uuml;hle (im Original 'A' f&uuml;r Affect): auf welche angenehmen Gef&uuml;hle kann ich mehr und l&auml;nger meine Aufmerksamkeit lenken? Was kann ich intensiver auskosten als bisher?<br /> <br /> Sinneswahrnehmung (im Original 'S' f&uuml;r Sensing): angenehme Bilder und K&ouml;rperempfindungen bewusst im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit halten - und 'verl&auml;ngern' und intensivieren, wo es m&ouml;glich ist.<br /> <br /> Imagination oder innere Bilder (im Original 'I' f&uuml;r Imagination): angenehme innere Bilder und innere Szenen entwickeln, die das Wohlbefinden f&ouml;rdern, suchen, entwickeln und gestalten, was eine positive Grundstimmung stabilisiert.<br /> <br /> Gedanken (im Original 'C' f&uuml;r Cognition): &uuml;ber angenehme, gute Gedanken meditieren, Selbstvorw&uuml;rfe, Selbstkritik und negatives Denken &uuml;ber sich selbst, andere, die Umwelt und die Zukunft stoppen bzw. bearbeiten.<br /> <br /> Beziehungen (im Original 'I' f&uuml;r Interpersonal Relationsships): angenehme Kontakte aufrecht erhalten bzw. wieder aufnehmen, Kontakte verl&auml;ngern, wo es m&ouml;glich ist.<br /> <br /> Medikamente (im Original 'D' f&uuml;r Drugs &amp; Medical Factors): So wenig wie m&ouml;glich... denn selbst, wenn sie wirken, ist die angenehme Stimmung 'k&uuml;nstlich'. Nebenwirkungen sollten besprochen werden, wenn sie auftauchen - Medikamentenwahl und Dosierung sind &auml;rztliche Entscheidungen. Schokolade als Stimmungsaufheller... k&ouml;nnte problematisch sein, wenn gleichzeitig Essst&ouml;rungen vorliegen. <br /> <br /> Ich hoffe, es ist mir gelungen, Ansatzpunkte aufzuzeigen, wie sich diese Forschungsergebnisse im Rahmen der Therapie umsetzen lassen. Als Selbsthilfeansatz kann auch das Bild vom 'Gummiband&quot; dienen... die Frage also, wo sich an angenehmen Gef&uuml;hlen 'ziehen' l&auml;sst, um depressive Zust&auml;nde aufzuhellen.<br /> Methusalem http://therapieblog.de/Therapie_der_Depression_den_positiven_Moment_verlaengern 2010-01-05 15:01:41 Ein gesundes Verh&auml;ltnis zur Zeit finden Das Grundproblem ist nicht neu: Hektik und Stress spielen bei vielen St&ouml;rungen und Krankheiten eine Rolle. Stress bew&auml;ltigen bedeutet auch, &uuml;ber den Umgang mit der Zeit nachzudenken. Zeitdruck als Problem zu erkennen und - vielleicht - dar&uuml;ber nachzudenken, wie man sich selbst besser organisieren kann. Aber auch: Grundgedanken wie 'mach schnell', 'beeil dich', 'die Zeit dr&auml;ngt' und so weiter einmal kritisch unter die Lupe zu nehmen. Geht wirklich alles besser, wenn man schnell macht? Oder braucht Qualit&auml;t eben auch Zeit, was bedeutet: es lohnt sich, auch einmal einen Gang zur&uuml;ck zu schalten, sich Zeit zu lassen? In der ZEIT ist ein ausf&uuml;hrliches Interview mit Hartmut Rosa erschienen, der sich in seiner Habilitationsschrift mit den Zusammenh&auml;ngen zwischen sozialem Wandel und Zeitdruck besch&auml;ftigt hat. Wenn er von einer &quot;Beschleunigungsgesellschaft&quot; spricht, die insgesamt mit h&ouml;heren Erwartungen an das Lebenstempo jedes Einzelnen verbunden ist, stellt sich auch die Frage nach einem gesunden Verh&auml;ltnis zur Zeit neu. Und - es ist fragw&uuml;rdig, nur nach Medikamenten zu fragen, die helfen sollen, Ruhe zu finden, genauso fragw&uuml;rdig, psychoedukative Elemente und Methoden in der Psychotherapie auf eine Betrachtung des Individuums zu beschr&auml;nken. Es ist schwer, ein gesundes Verh&auml;ltnis zur Zeit zu finden, wenn die Erwartungen an ein 'schnelleres Leben' allgegenw&auml;rtig sind. Und das Bemerkenswerte an diesem Interview ist, dass Hartmut Rosa das Problem 'Zeitdruck' keinesfalls als gel&ouml;st betrachtet. Die Richtung aber ist nicht neu: Mu&szlig;e braucht Zeit. Genau das, was wir immer weniger zu haben scheinen. Ein schnelles Tempo kann ja auch angenehm sein.<br /> <br /> Vielleicht aber geht es einfach darum, auch die Langsamkeit immer wieder neu zu entdecken. Auch gegen den Zeitgeist, der eben auch krank sein kann. Die Frage, wof&uuml;r wir uns wieviel Zeit nehmen, scheint uns gelegentlich abgenommen zu werden. Es mag eine besondere Anstrengung zu erfordern, sich Zeit f&uuml;r das Nichtstun zu nehmen. Als Gegenbewegung zur Beschleunigungsgesellschaft aber ist die Mu&szlig;e unverzichtbar, wenn es darum geht, ein gesundes Verh&auml;ltnis zur Zeit zu finden. Der Tipp aus dem Dschungelbuch: versuchs mal mit Gem&uuml;tlichkeit!<br /> <br /> &lt;object width=&quot;480&quot; height=&quot;385&quot;&gt;&lt;param name=&quot;movie&quot; value=&quot;http://www.youtube-nocookie.com/v/TCv0cRSdh68&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;rel=0&amp;color1=0x234900&amp;color2=0x4e9e00&quot;&gt;&lt;/param&gt;&lt;param name=&quot;allowFullScreen&quot; value=&quot;true&quot;&gt;&lt;/param&gt;&lt;param name=&quot;allowscriptaccess&quot; value=&quot;always&quot;&gt;&lt;/param&gt;&lt;embed src=&quot;http://www.youtube-nocookie.com/v/TCv0cRSdh68&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;rel=0&amp;color1=0x234900&amp;color2=0x4e9e00&quot; type=&quot;application/x-shockwave-flash&quot; allowscriptaccess=&quot;always&quot; allowfullscreen=&quot;true&quot; width=&quot;480&quot; height=&quot;385&quot;&gt;&lt;/embed&gt;&lt;/object&gt;<br /> <br /> Methusalem http://therapieblog.de/Ein_gesundes_Verhaeltnis_zur_Zeit_finden__ 2010-01-03 15:18:09 Klientenzentrierte Strategien in der Paartherapie Klientenzentrierte Strategien, die auf vier einfachen Fragen beruhen, erh&ouml;hen die Chancen, dass zerstrittene Paare zusammen bleiben. Das zumindest ist das Ergebnis einer Studie von Prof. Jaqueline Sparks, die 205 Paare mehr als 2 Jahre lang beobachtet hat. Die Schwierigkeiten der Paare bezogen sich auf h&auml;ufige Konflikte, Untreue, k&ouml;rperliche oder psychische Probleme. Die eine H&auml;lfte der Paare benutzte in der Paartherapie ein Feedbacksystem, die andere nicht.<br /> <br /> Bei der Beschreibung der Methode bin ich auf Interpretationen angewiesen, die notwendig sind, um das Verfahren anschaulich zu machen. Zu Beginn jeder Sitzung wurde eine Einsch&auml;tzung mit der Outcome Rating Scale vorgenommen. <br /> Nun gibt es verschiedene Varianten, wie eine solche Einsch&auml;tzung vorgenommen werden kann - etwa mit der Frage &quot;wenn Sie einsch&auml;tzen sollten, wie gut es Ihnen geht, auf einer Skala von Null bis Zehn, welchen Wert w&uuml;rden Sie dann angeben?&quot;. Die Bezeichnung &quot;visual scale&quot; legt den Schluss nahe, dass die Einsch&auml;tzungen sichtbar gemacht wurden - auf einer Tafel, einem Flipchart oder einem Blatt Papier. Die Fragen bezogen sich auf vier Kategorien: 'individual', 'interpersonal', 'social' und 'overall'. Meine &Uuml;bersetzung ist eine Interpretation, die Quellenangabe steht unten im Post:<br /> <br /> 1. Wie geht es Ihnen pers&ouml;nlich?<br /> 2. Wie geht es Ihnen miteinander?<br /> 3. Wie geht es Ihnen in Beziehungen allgemein?<br /> 4. Wie geht es Ihnen insgesamt?<br /> <br /> 'Interpersonal' hei&szlig;t w&ouml;rtlich 'zwischenmenschlich', die Formulierung der Frage 2 scheint mir aber sinnvoll, weil es eben um Paartherapie ging. <br /> <br /> Die Interpretation stimmt nur zum Teil... inzwischen habe ich mir die Skala im Original angesehen - n&auml;here Hinweise dazu fand ich auf der Homepage der Universit&auml;t Rhode Islands.<br /> Die vier Skalen sind als punktierte Linie auf einem Fragebogen dargestellt. Mit einem Kreuzchen soll die Befindlichkeit eingetragen werden - Zahlen gibt es dabei nicht. Die linke Seite steht f&uuml;r &quot;schlecht&quot;, die rechte f&uuml;r &quot;gut&quot;. Die Bezeichnungen:<br /> <br /> 1. Overall (general sense of well-being). Also etwa: die Befindlichkeit 'insgesamt'.<br /> 2. Personal (personal well-being): die pers&ouml;nliche Befindlichkeit.<br /> 3. Interpersonal (Family, close relationship): die Befindlichkeit in den Familienbeziehungen und nahen Beziehungen<br /> 4. Socially (Work, School, Friendships): die Befindlichkeit in der Schule, am Arbeitsplatz und in Freundschaften<br /> <br /> Au&szlig;erdem geh&ouml;ren noch einige Fragen zur ORS, die an den Fragebogen SCL-90 erinnern, aber nicht so umfangreich sind. Meine Interpretation habe ich deshalb in diesem Post belassen, weil sie auch ohne die ORS einsetzbar ist - dabei gehen nat&uuml;rlich einige Details verloren, die sich aus den spezielleren Fragen der Outcome Rating Scale ableiten lassen.<br /> <br /> Auf jeden Fall ergab sich in der Studie durch die Fragen eine Art 'Momentaufnahme', die nicht einfach als Pflicht&uuml;bung 'abgehakt' wurde, sondern direkte Ansatzpunkte f&uuml;r den weiteren Gespr&auml;chsverlauf lieferte. Dadurch wurde der Prozess st&auml;rker in die Verantwortung der Paare gelegt - und brachte bessere, stabilere Ver&auml;nderungen mit sich. Sparks spricht hier ein zentrales Problem der Psychotherapie an - Klienten, Patienten, wie immer man sie bezeichnen will, k&ouml;nnen passiv werden und auf die &quot;magischen Worte&quot; ihrer Therapeuten warten, geben damit die Verantwortung f&uuml;r ihren Ver&auml;nderungsprozess ab. Nach der Therapie fehlt der Halt und die Probleme beginnen von neuem. 6 Monate nach der letzten Therapiesitzung wurden beide Gruppen verglichen. Die Paare, die das Feedbacksystem benutzt hatten, waren zufriedener mit ihrer Beziehung - 18,4 Prozent der Paare hatten sich getrennt bzw. scheiden lassen. Bei den Paaren, die das System nicht benutzt hatten, lag die Trennungs-/Scheidungsquote bei 34,2 Prozent, also fast doppelt so hoch. &quot;Das wichtigste Element einer erfolgreichen Therapie ist das Engagement der Klienten&quot;, sagt Prof. Spark. &quot;Wenn sie sich in den Prozess einbringen, davon &uuml;berzeugt sind, dass es 'etwas bringt' und mit ihren Therapeuten gemeinsam an der L&ouml;sung ihrer Probleme arbeiten, erzielen sie bessere Ergebnisse&quot;. Es gibt aber noch einen weiteren Unterschied zwischen den beiden untersuchten Gruppen - die Therapeuten der &quot;Feedbackgruppe&quot; bekamen zus&auml;tzliche Unterst&uuml;tzung zur Frage, wie denn nun die Ergebnisse der Feedbacks in den Prozess integriert werden k&ouml;nnen. R&uuml;ckmeldungen dieser Art helfen also auch den Therapeuten, besser zu werden.<br /> <br /> Eine kleine Erg&auml;nzung: auf den Seiten der Universit&auml;t Rhode Islands wird eine weitere Studie erw&auml;hnt, in der 120 Sitzungen von 30 Klienten ausgewertet wurden. Dabei ging es um die Frage, was erfolgreiche von weniger erfolgreichen Therapeuten unterscheidet. Die schlechteren konzentrierten sich auf die Probleme ihrer Klienten und vernachl&auml;ssigten ihre St&auml;rken. Die besseren konzentrierten sich zuerst auf die St&auml;rken ihrer Klienten, bevor sie sich der Bearbeitung von Problemen zuwandten. <br /> <br /> Quellen: Science Daily, 13.11.2009; University of Rhode Islands<br /> Methusalem http://therapieblog.de/Klientenzentrierte_Strategien_in_der_Paartherapie 2009-11-13 21:33:03 Neue Entwicklungen in der Depressionstherapie: TMS Dass Psychopharmaka in der Depressionstherapie nicht unproblematisch sind, ist nicht neu. Oft helfen sie nicht, haben unangenehme Nebenwirkungen, vor allem aber lassen sie die eigentlichen depressiven Inhalte kaum ber&uuml;hrt. Neben den psychotherapeutischen Ans&auml;tzen wie der kognitiven Verhaltenstherapie gibt es auch auf der k&ouml;rperlichen Ebene immer wieder Bem&uuml;hungen, Medikamente zu ersetzen.<br /> Die Transcraniale Magnetstimulation (TMS) erinnert zun&auml;chst an die Elektroschocktherapie, die auch als Elektokrampftherapie bezeichnet wird. Das Grundprinzip der TMS besteht aber mehr aus der gezielten Stimulation von Hirnregionen durch Magnetfelder. Die Methode wird schon l&auml;ngere Zeit erforscht und hat sich bei schweren Depressionen als wirksam erwiesen.<br /> Prof. Dr. Philip Janicak, Psychiater an der Rush University, geht davon aus, dass ungef&auml;hr ein Drittel der Depressiven mit Psychopharmaka nicht angemessen behandelt werden kann. Die Transcraniale Magnetstimulation, bei der die Patienten wach und aufmerksam bleiben, dauert 4 bis 6 Wochen, die t&auml;glichen Behandlungen dauern jeweils 40 Minuten. Durch die Magnetfelder sollen vor allem die vorderen Gehirnregionen stimuliert werden, denen eine besondere Bedeutung f&uuml;r die Regulation der Gef&uuml;hle zugeschrieben wird.<br /> In den USA ist die Methode inzwischen zugelassen - in Chicago wurde eine eigene Klinik f&uuml;r diese Behandlungsmethode er&ouml;ffnet.<br /> Methusalem http://therapieblog.de/Neue_Entwicklungen_in_der_Depressionstherapie_TMS 2009-11-06 16:44:26 Machen Astrohotlines s&uuml;chtig? &Uuml;berhaupt nicht begeistert haben mich die Ergebnisse der Recherchen zum Thema Astrologie und Psychologie - da ist von &quot;astrologischer Psychologie&quot; die Rede, es gibt astrologisch-psychologische Lebensberatung und sonst noch was. Vor allem aber - gibt es Leute, die davon abh&auml;ngig zu werden scheinen, viel Geld ausgeben und doch keine Hilfe erfahren.<br /> Das Problemfeld der abh&auml;ngigen Pers&ouml;nlichkeitsst&ouml;rung klingt dabei nur an. Belege f&uuml;r einen Zusammenhang zwischen Sternbildern und Pers&ouml;nlichkeitsmerkmalen habe ich nicht gefunden, und alles, was ich bisher an Horoskopen kenne, ist so mehrdeutig, dass man alles m&ouml;gliche hineindeuten und herauslesen kann. Deshalb also mein Urteil: Astrologie ist Aberglaube, damit kann man keine Lebensberatung durchf&uuml;hren. <br /> Psychologie hat mit spekulativer Esoterik nichts zu tun - wird aber oft damit in Verbindung gebracht. Dass es unter den Quacksalbern, die &quot;selbst alle ein Rad ab haben&quot;, auch Leute gibt, die sich auf wissenschaftliche Erkenntnisse st&uuml;tzen und dort die Grundlagen f&uuml;r Beratung und Therapie suchen und finden, dringt nicht laut genug an die &Ouml;ffentlichkeit, wie es scheint. Sonst k&ouml;nnte man nicht erkl&auml;ren, dass die Astrologie einen solchen Boom erlebt.<br /> Das Fragezeichen im Titel ist kein Zufall - mehr als die Behauptung &quot;hier besteht Suchtgefahr&quot; verbinde ich nicht damit. Eher die Sorge, dass hier so manche und mancher die Sorgen, die da sein m&ouml;gen, nicht los wird. Nur das Geld.<br /> Methusalem http://therapieblog.de/Machen_Astrohotlines_suechtig 2009-10-27 14:15:44 Physik gegen Migr&auml;ne Interdisiziplin&auml;res Denken im Dienste der Gesundheit - dass man medizinische Probleme auch aus einer physikalischen Perspektive betrachten kann, zeigt ein Artikel zum Thema Migr&auml;ne (s. Link unten).<br /> Die Idee: mit einer spezifischen Gegenwelle soll Migr&auml;ne gestoppt werden.<br /> Zumindest in der Theorie. Bis das Verfahren ausgereift ist, wird wohl noch einige Zeit vergehen...<br /> <br /> Wenn wir schon beim Thema Migr&auml;ne sind: einen &Uuml;berblick &uuml;ber die Theorien zur Migr&auml;ne und m&ouml;gliche Ausl&ouml;ser von Migr&auml;neattacken gibt das folgende Podcastvideo der BKK.<br /> <br /> &lt;object width=&quot;425&quot; height=&quot;344&quot;&gt;&lt;param name=&quot;movie&quot; value=&quot;http://www.youtube.com/v/R_F37KroNyo&amp;hl=de&amp;fs=1&amp;&quot;&gt;&lt;/param&gt;&lt;param name=&quot;allowFullScreen&quot; value=&quot;true&quot;&gt;&lt;/param&gt;&lt;param name=&quot;allowscriptaccess&quot; value=&quot;always&quot;&gt;&lt;/param&gt;&lt;embed src=&quot;http://www.youtube.com/v/R_F37KroNyo&amp;hl=de&amp;fs=1&amp;&quot; type=&quot;application/x-shockwave-flash&quot; allowscriptaccess=&quot;always&quot; allowfullscreen=&quot;true&quot; width=&quot;425&quot; height=&quot;344&quot;&gt;&lt;/embed&gt;&lt;/object&gt;<br /> <br /> Tja, vielleicht werden Migr&auml;nepatienten bald nicht mehr zum Arzt gehen, sondern zu ihrem Hausphysiker?<br /> Methusalem http://therapieblog.de/Physik_gegen_Migraene 2009-08-10 20:57:14 Gef&auml;hrliche Mischungen: wenn Medikamente lebensbedrohlich werden Im Grunde ist es nicht neu: wahllos Medikamente &quot;einzuwerfen&quot; kann ziemlich unangenehm werden, bestimmte Kombinationen von Substanzen sind problematisch. Wie man auch sagt: kontraindiziert.<br /> So manches steht ja in den Beipackzetteln, letzten Endes aber sollte man davon ausgehen, dass wenigstens jene, die ein Medikament verschreiben, genau wissen, was sie womit kombinieren k&ouml;nnen und wo es problematisch wird. Eine Studie an der Universit&auml;t in Arizona hat L&uuml;cken in diesem Wissen deutlich gemacht. Das gilt nat&uuml;rlich zuerst einmal f&uuml;r Amerika, anderswo kann es nat&uuml;rlich ganz anders sein...<br /> Amerikaner bekommen im Durchschnitt bei jedem Arztbesuch 2,3 Medikamente verordnet. &Uuml;ber die Bedeutung der Nullkommadrei kann man lange nachdenken, immerhin: die Kombination von Medikamenten ist der Normalfall. Daniel Malone verschickte 12500 Mails an Personen, die Medikamente verordnen - der gr&ouml;&szlig;te Teil von ihnen waren &Auml;rzte. 14 verschiedene Kombinationen von Medikamenten sollten eingesch&auml;tzt werden - ob sie &quot;kontraindiziert sind&quot; (also nicht zusammen verschrieben werden d&uuml;rfen), &quot;mit Vorsicht kombiniert werden k&ouml;nnen&quot; (also weitere Beobachtung angesagt ist), &quot;nicht zusammenwirken&quot; oder (als letzte M&ouml;glichkeit) ob die Befragten &quot;nicht sicher sind&quot;, ob die Medikamente sich gegenseitig beeinflussen.<br /> 950 Antworten kamen zusammen und die Quote korrekter Zuordnungen betrug 42,7 Prozent. Anders formuliert: mehr als die H&auml;lfte der Antworten waren falsch. Von den 14 vorgegebenen Kombinationen waren 4 eindeutig kontraindiziert, die Mehrheit der Befragten erkannte aber nur eine von ihnen richtig. Bei der H&auml;lfte der Kombinationen zeigte ein Drittel der Befragten Unsicherheiten.<br /> Das Gef&auml;hrliche bei dieser Angelegenheit: Kombinationen von Medikamenten k&ouml;nnen im Einzelfall lebensbedrohlich sein, Malone kritisiert deshalb, es m&uuml;sse mehr getan werden, um &uuml;ber gef&auml;hrliche Kombinationen zu informieren. Es gibt aber noch einen Aspekt: wer seinem Arzt verheimlicht, was sonst noch &quot;eingeworfen&quot; wird, geht ein gro&szlig;es Risiko ein. Und das gilt nicht nur in Amerika.<br /> <br /> Quelle: Science Daily<br /> Methusalem http://therapieblog.de/Gefaehrliche_Mischungen_wenn_Medikamente_lebensbedrohlich_werden 2009-07-16 22:16:09 Und du glaubst, ich bin stark... So kann man sich t&auml;uschen. Der Effekt, dass eine starke Fassade depressive Symptome verdecken kann, kommt im folgenden Video gut zum Ausdruck. <br /> &quot;Ich und Ich&quot; beschreiben mit ihrem Lied &quot;Stark&quot; die Fassadenhaftigkeit, hinter der sich so manches an Zweifeln, Schw&auml;chen und Unsicherheiten verbergen kann. Die eingeblendeten Zitate und Spr&uuml;che sind Gedanken, die f&uuml;r Depressionen typisch sind. Vielleicht entdeckt der eine oder die andere darin etwas wieder, das sich in den eigenen Gedanken einmal fand. Oder noch findet.<br /> <br /> &lt;object width=&quot;425&quot; height=&quot;344&quot;&gt;&lt;param name=&quot;movie&quot; value=&quot;http://www.youtube.com/v/FHefaqfHPG0&amp;hl=de&amp;fs=1&amp;&quot;&gt;&lt;/param&gt;&lt;param name=&quot;allowFullScreen&quot; value=&quot;true&quot;&gt;&lt;/param&gt;&lt;param name=&quot;allowscriptaccess&quot; value=&quot;always&quot;&gt;&lt;/param&gt;&lt;embed src=&quot;http://www.youtube.com/v/FHefaqfHPG0&amp;hl=de&amp;fs=1&amp;&quot; type=&quot;application/x-shockwave-flash&quot; allowscriptaccess=&quot;always&quot; allowfullscreen=&quot;true&quot; width=&quot;425&quot; height=&quot;344&quot;&gt;&lt;/embed&gt;&lt;/object&gt;<br /> <br /> &quot;Ich bin nicht der, der ich sein will und will nicht sein, der ich bin&quot;. Es hat seine &quot;Logik&quot;, all das verstecken zu wollen, das irgendwie nicht erw&uuml;nscht ist, als schwach angesehen wird. All das zu verbergen, was man sich selbst nicht gern eingestehen mag. Die Spannung zwischen dem, was ist und dem, was sein sollte (oder was man gern w&auml;re) ist ein Grundproblem. Fassadenhaftigkeit, Depression und viele andere Folgeprobleme eine m&ouml;gliche Antwort.<br /> <br /> Wachsen und wachsen lassen, eine andere. Wer nicht wachsen darf, kann auch nicht stark werden. Und tut dann vielleicht nur so als ob... Methusalem http://therapieblog.de/Und_du_glaubst_ich_bin_stark 2009-07-06 16:18:27 Bulimie: Wirkungszusammenh&auml;nge Eine recht genaue Verhaltensanalyse zur Bulimie l&auml;sst sich aus den Texten des folgenden Videos erstellen. &quot;Es ist nicht nur ein kleiner Tick&quot; - sondern ein Muster, das immer und immer wieder vollzogen wird. Fressanfall - ein Muster, das mit Kontrollverlust verbunden ist. Das &quot;Nicht mehr aufh&ouml;ren-K&ouml;nnen&quot; zeigt die Automatik, mit der sich das Muster vollzieht und wiederholt. Der Effekt &quot;alles um sich herum zu vergessen&quot; ist ein negativer Verst&auml;rker - alles Unangenehme kann ausgeblendet werden, ist nicht mehr sp&uuml;rbar, alle Probleme, Konflikte, Belastungen werden aus dem Bewusstsein verdr&auml;ngt. Der Effekt der als angenehm empfundenen Gleichg&uuml;ltigkeit und die anschlie&szlig;enden Schuldgef&uuml;hle sind den Wirkungen von Cannabis und Opiaten &auml;hnlich. Das Gef&uuml;hl, versagt zu haben, zeigt das Grundproblem im Selbstwertgef&uuml;hl auf.<br /> Typisch f&uuml;r die Bulimie ist der Korrekturimpuls: jetzt habe ich zuviel gegessen, werde also dick davon, das muss ich nun wieder los werden... auf jeden Fall, mit allen Mitteln, um jeden Preis, denn: es ist nicht okay, dicker zu werden. Ich muss d&uuml;nn sein, also darf ich nicht zuviel essen, habe aber manchmal Hunger (ist ja schlie&szlig;lich normal), verliere dann die Kontrolle, also muss ich sie wieder gewinnen...<br /> Traurig, einsam, unverstanden - Gef&uuml;hle spielen eine gro&szlig;e Rolle, aber - sie werden nicht besser durch die Bulimie. Fressanf&auml;lle f&uuml;hren nicht zu mehr Kontakt, weniger Einsamkeit und mehr Verst&auml;ndnis...<br /> Schlank und sch&ouml;n sein, das ist das Wichtigste. <br /> Aber selbst dann, wenn die Zusammenh&auml;nge erkannt worden sind, ist es nicht so einfach, aus eigenem Antrieb damit wieder aufzuh&ouml;ren. Worum es geht? Ein neues K&ouml;rpergef&uuml;hl entwickeln, Probleme anpacken, die beseite geschoben wurden, mit Gef&uuml;hle umgehen lernen. Ein gesundes Selbstwertgef&uuml;hl entwickeln, neue Kontakte kn&uuml;pfen und pflegen. Und - sich selbst zu erlauben, Hilfe in Anspruch zu nehmen, wenn es n&ouml;tig ist. Denn diese Anf&auml;lle mit allem Drum und Dran sind kein Spass... Vielleicht aber gibt es noch andere wichtige Dinge im Leben als schlank und sch&ouml;n zu sein?<br /> <br /> &lt;object width=&quot;480&quot; height=&quot;385&quot;&gt;&lt;param name=&quot;movie&quot; value=&quot;http://www.youtube.com/v/TvJw_PqbEUc&amp;hl=de&amp;fs=1&amp;rel=0&amp;color1=0x006699&amp;color2=0x54abd6&quot;&gt;&lt;/param&gt;&lt;param name=&quot;allowFullScreen&quot; value=&quot;true&quot;&gt;&lt;/param&gt;&lt;param name=&quot;allowscriptaccess&quot; value=&quot;always&quot;&gt;&lt;/param&gt;&lt;embed src=&quot;http://www.youtube.com/v/TvJw_PqbEUc&amp;hl=de&amp;fs=1&amp;rel=0&amp;color1=0x006699&amp;color2=0x54abd6&quot; type=&quot;application/x-shockwave-flash&quot; allowscriptaccess=&quot;always&quot; allowfullscreen=&quot;true&quot; width=&quot;480&quot; height=&quot;385&quot;&gt;&lt;/embed&gt;&lt;/object&gt; Methusalem http://therapieblog.de/Bulimie_Wirkungszusammenhaenge 2009-07-02 13:59:02 Lernst&ouml;rungen bei Kindern &Uuml;ber ADHS gibt es einige interessante Videos auf You Tube. Im folgenden Video berichtet Dr. Holger Berges von seinen Erfahrungen in der &auml;rztlichen Praxis. Neben kritischen Bemerkungen zur medikament&ouml;sen Therapie stellt er neue Therapieans&auml;tze vor, die vom Konzept der neurologischen Desintegration ausgehen. <br /> <br /> &lt;object width=&quot;480&quot; height=&quot;385&quot;&gt;&lt;param name=&quot;movie&quot; value=&quot;http://www.youtube.com/v/mviRP1_xh_A&amp;hl=de&amp;fs=1&amp;rel=0&amp;color1=0x234900&amp;color2=0x4e9e00&quot;&gt;&lt;/param&gt;&lt;param name=&quot;allowFullScreen&quot; value=&quot;true&quot;&gt;&lt;/param&gt;&lt;param name=&quot;allowscriptaccess&quot; value=&quot;always&quot;&gt;&lt;/param&gt;&lt;embed src=&quot;http://www.youtube.com/v/mviRP1_xh_A&amp;hl=de&amp;fs=1&amp;rel=0&amp;color1=0x234900&amp;color2=0x4e9e00&quot; type=&quot;application/x-shockwave-flash&quot; allowscriptaccess=&quot;always&quot; allowfullscreen=&quot;true&quot; width=&quot;480&quot; height=&quot;385&quot;&gt;&lt;/embed&gt;&lt;/object&gt;<br /> <br /> Im zweiten Teil erl&auml;utert Dr. Berges die Ursachen und Zusammenh&auml;nge von k&ouml;rperlichen Ph&auml;nomenen und Lernst&ouml;rungen.<br /> <br /> &lt;object width=&quot;480&quot; height=&quot;385&quot;&gt;&lt;param name=&quot;movie&quot; value=&quot;http://www.youtube.com/v/S9EE6YcBjHo&amp;hl=de&amp;fs=1&amp;rel=0&amp;color1=0x234900&amp;color2=0x4e9e00&quot;&gt;&lt;/param&gt;&lt;param name=&quot;allowFullScreen&quot; value=&quot;true&quot;&gt;&lt;/param&gt;&lt;param name=&quot;allowscriptaccess&quot; value=&quot;always&quot;&gt;&lt;/param&gt;&lt;embed src=&quot;http://www.youtube.com/v/S9EE6YcBjHo&amp;hl=de&amp;fs=1&amp;rel=0&amp;color1=0x234900&amp;color2=0x4e9e00&quot; type=&quot;application/x-shockwave-flash&quot; allowscriptaccess=&quot;always&quot; allowfullscreen=&quot;true&quot; width=&quot;480&quot; height=&quot;385&quot;&gt;&lt;/embed&gt;&lt;/object&gt; <br /> <br /> Bleibt noch eine kurze Schlussbemerkung zum Ziel einer Therapie bei ADHS: destruktive Kreisl&auml;ufe unterbrechen, Erfolgserlebnisse erm&ouml;glichen: Lernen soll wieder Spass machen. Methusalem http://therapieblog.de/Lernstoerungen_bei_Kindern 2009-06-24 12:19:05 Wie mache ich mich ungl&uuml;cklich? Paul Watzlawicks &quot;Anleitung zum Ungl&uuml;cklichsein&quot; ist ja recht bekannt geworden... Eine kleine Einf&uuml;hrung in problematische Denkmuster, irrationale Ideen, das Ph&auml;nomen der &Uuml;bergeneralisierung und die sich selbst erf&uuml;llende Prophezeihung gibt der Film &quot;Mensch beisst Mensch&quot;... sehenswert!<br /> <br /> &lt;object width=&quot;425&quot; height=&quot;344&quot;&gt;&lt;param name=&quot;movie&quot; value=&quot;http://www.youtube.com/v/JLZPsl7a33s&amp;hl=de&amp;fs=1&amp;rel=0&amp;color1=0x006699&amp;color2=0x54abd6&quot;&gt;&lt;/param&gt;&lt;param name=&quot;allowFullScreen&quot; value=&quot;true&quot;&gt;&lt;/param&gt;&lt;param name=&quot;allowscriptaccess&quot; value=&quot;always&quot;&gt;&lt;/param&gt;&lt;embed src=&quot;http://www.youtube.com/v/JLZPsl7a33s&amp;hl=de&amp;fs=1&amp;rel=0&amp;color1=0x006699&amp;color2=0x54abd6&quot; type=&quot;application/x-shockwave-flash&quot; allowscriptaccess=&quot;always&quot; allowfullscreen=&quot;true&quot; width=&quot;425&quot; height=&quot;344&quot;&gt;&lt;/embed&gt;&lt;/object&gt;<br /> Methusalem http://therapieblog.de/Wie_mache_ich_mich_ungluecklich 2009-05-23 22:21:38 Hat Gesundheit etwas mit unseren Einstellungen zu tun? Es war ein l&auml;ngeres Projekt, dem Zusammenhang von Gesundheit und zentralen Einstellungen (oder: Schemata) nach zu gehen. Inzwischen ist die Serie abgeschlossen und besteht aus 10 Themen rund um Wohlbefinden und Gesundheit. Entwickelt war das Modell als Einsch&auml;tzungsskala, die einen groben &Uuml;berblick geben sollte - es zeigen sich aber so viele Facetten darin, dass viel Stoff zum Nachdenken in der Ausarbeitung steckt. Grundprobleme des Lebens spiegeln sich darin und deshalb hoffe ich, dass es als Ansto&szlig; zur Begleitung einer Psychotherapie, aber auch vorbeugend oder als Rahmen f&uuml;r die Zeit nach einer Therapie dienen kann. Die Serie kann und will nicht der Weisheit letzter Schluss sein - k&ouml;nnte aber auch dazu dienen, immer wieder einmal zu &uuml;berpr&uuml;fen, wie es um das eigene Leben steht. Methusalem http://therapieblog.de/Hat_Gesundheit_etwas_mit_unseren_Einstellungen_zu_tun 2009-04-03 20:46:53 Was gut tut... Mehr als ein Jahr ist es her... es war nur so eine Idee, einmal die Frage aufzuwerfen, was man f&uuml;r das eigene Wohlbefinden tun kann. Inzwischen haben sich viele Ideen gefunden und ich stelle fest: es ist ganz nett, ab und zu die Liste durchzulesen. <br /> Die &quot;Liste angenehmer Aktivit&auml;ten&quot; geh&ouml;rt &uuml;brigens als Baustein zu einer Therapie der Depression. Sich die M&ouml;glichkeiten wach zu halten, f&uuml;r das eigene Wohlbefinden Sorge zu tragen, das hat etwas Vorbeugendes und Heilsames. In einer depressiven Phase ist es typisch, dass &quot;nichts mehr Spa&szlig; macht&quot;. Trotz allem zeigt sich bei l&auml;ngerem Nachdenken vielleicht doch das eine oder andere, das einen Versuch wert w&auml;re. Etwas ganz Kleines, etwas Leichtes, das sich tun l&auml;&szlig;t, um sich ein winziges St&uuml;ck besser zu f&uuml;hlen... vielleicht findet sich etwas in der Liste. Und wer neue Ideen hat... dazuschreiben. Es tut nicht weh. K&ouml;nnte sogar Spa&szlig; machen...<br /> Methusalem http://therapieblog.de/Was_gut_tut 2009-03-24 19:42:35 Probleme im Bett? Verhaltenstherapie hilft Wer h&auml;tte das gedacht... Prof. Hoyer in Dresden hat herausgefunden, dass Verhaltenstherapie auch das Liebesleben positiv beeinflussen kann - auch dann, wenn es gar nicht direkt Thema war. Trotzdem spricht nat&uuml;rlich einiges daf&uuml;r, den Bereich Sexualit&auml;t in der Therapie auch anzusprechen. Nur so nebenbei: &uuml;ber die Sexualit&auml;t des Mannes, &uuml;ber die sehr wenig bekannt zu sein scheint, gibt es ein gutes verhaltenstherapeutisch orientiertes Buch von Bernie Zilbergeld: M&auml;nnliche Sexualit&auml;t: Was (nicht) alle schon immer &uuml;ber M&auml;nner wu&szlig;ten.<br /> Methusalem http://therapieblog.de/Probleme_im_Bett_Verhaltenstherapie_hilft 2009-03-15 22:37:52 Unsachgem&auml;&szlig;e Anwendung psychologischer Testverfahren Immer wieder einmal h&ouml;re ich von unsachgem&auml;&szlig;er Anwendung psychologischer Testverfahren. Auch was den Trend betrifft, Tests online durchzuf&uuml;hren, bleiben Einw&auml;nde. Schlie&szlig;lich kann dabei kein Mensch kontrollieren, wer in welcher Verfassung und mit welchen Hilfsmitteln die Fragen beantwortet...<br /> Im letzten Jahr wurde dazu &uuml;brigens eine Doktorarbeit geschrieben, die sich mit dem Thema Schummelei in Bewerbungsverfahren besch&auml;ftigt. <br /> ( Uni Bochum, Dr.phil. Julia Richter, www.stellenboersen.de/uni/bochum/ruhr-uni-bochum/080617sichere-online-bewerbung.html ) <br /> Originaltests kosten Geld - die Frageb&ouml;gen sind gesch&uuml;tzt und werden nur an Psychologen weitergegeben. Gelegentlich werden sie aber auch gef&auml;lscht, ver&auml;ndert, verk&uuml;rzt, falsch angewandt oder ausgewertet - eine &auml;rgerliche Angelegenheit. Sie zeigt immer wieder, wie begrenzt das Verst&auml;ndnis f&uuml;r das Fach Psychologie ist - Arbeitgeber, die von Psychologen eine unsachgem&auml;&szlig;e Anwendung fordern, verletzen die Berufsethik und machen sich potentiell strafbar. Wer die Psychodiagnostik ernst nimmt, muss Aufforderungen zur F&auml;lschung von Testverfahren oder zum Einsatz kopierter Tests zur&uuml;ckweisen. Nicht so einfach ist es f&uuml;r die Betroffenen, die einen Test ausf&uuml;llen sollen. Woran kann ich denn eigentlich erkennen, ob ein Test &quot;sachgema&szlig;&quot; eingesetzt wird?<br /> <br /> Es gibt einige Hinweise, an denen sich erkennen l&auml;&szlig;t, ob bei der Anwendung eines Testverfahrens etwas &quot;faul&quot; ist:<br /> <br /> 1. Wer einen psychologischen Test per Post nach Hause geschickt bekommt, kann sicher sein, dass da etwas nicht stimmen kann. Zur sachgem&auml;&szlig;en Anwendung geh&ouml;rt n&auml;mlich, dass jemand leibhaftig anwesend ist, der Sinn und Zweck des Verfahrens erkl&auml;ren kann, und bei Bedarf Rede und Antwort steht, wenn es um die Frage geht, was mit den Ergebnissen geschehen soll.<br /> 2. Steht unten auf dem Blatt ein Copyright-Zeichen und ein Hinweis des Hogrefe-Verlags in G&ouml;ttingen, dann handelt es sich um einen Originaltest der Testzentrale. Ist die Kopie irgendwie schr&auml;g oder fehlen Items, liegt eine klare Rechtsverletzung vor. Denn diese Tests d&uuml;rfen nicht kopiert werden. Korrekterweise d&uuml;rfen nur kostenpflichtige Originale eingesetzt werden.<br /> 3. Wer einen Test sachgem&auml;&szlig; einsetzt, kann auch erkl&auml;ren, welches Modell dahinter steht, ob es sich um einen Fragebogen, eine Ratingskala oder einen wissenschaftlich untersuchten Test handelt.<br /> 4. Eine interessante Frage bezieht sich auf die G&uuml;tekriterien und die Normierung. Zu einem wissenschaftlichen Testverfahren geh&ouml;rt auch ein Handbuch, aus dem ersichtlich ist, wann und bei welchen Gruppen eine Normierung durchgef&uuml;hrt wurde. Normen verschieben sich gelegentlich... alte Testverfahren einzusetzen ist damit eine h&ouml;chst fragw&uuml;rdige Angelegenheit. Mit der Frage &quot;K&ouml;nnen Sie mir das Originalhandbuch zum Test zeigen?&quot; setzen Sie Betr&uuml;ger schnell schachmatt.<br /> 5. Die meisten Testverfahren sind unter www.testzentrale.de aufgef&uuml;hrt - auch wenn Sie nur eine Abk&uuml;rzung des Verfahrens kennen, l&auml;&szlig;t sich leicht feststellen, um welche Art von Test es sich handelt. Einsatzbereich, theoretischer Hintergrund und G&uuml;tekriterien sind dabei ebenfalls zu erkennen.<br /> 6. Lassen Sie sich die Ergebnisse zeigen und fragen Sie nach den Schlu&szlig;folgerungen, die sich daraus ableiten lassen. Zur angemessenen Anwendung eines Testverfahrens geh&ouml;rt die Einbettung in eine Situation psychologischer Beratung oder Therapie. <br /> <br /> Hinweise zu psychologischen Testverfahren finden sich auch im Merkblatt &quot;Psychologische Testverfahren&quot; des Bundesverbands Deutscher Psychologen<br /> Methusalem http://therapieblog.de/Unsachgemaesse_Anwendung_psychologischer_Testverfahren 2009-03-15 17:36:14 Gr&uuml;beln als Problem Roland Kopp-Wichmann hat mal wieder einen interessanten Artikel geschrieben: &uuml;ber das Gr&uuml;beln (Link siehe unten). Die Frage ist: warum gr&uuml;beln wir und was sind die besten Tipps dagegen? Vielleicht gehen wir noch einen Schritt zur&uuml;ck: was ist eigentlich &quot;Gr&uuml;beln&quot; und warum ist das ein Problem? Ist es &uuml;berhaupt eines? Aus dem Artikel wird deutlich, dass nicht das Nachdenken &quot;an sich&quot; ein Problem ist, sondern eine bestimmte Art des Nachdenkens (das Gr&uuml;beln eben), das belastend oder sagen wir einfach: nutzlos ist. Manchmal die Dinge nur noch schlimmer macht, weil es nicht gelingt, eine L&ouml;sung zu finden oder die Gedanken sich im Kreis drehen und sich &quot;verbei&szlig;en&quot;. <br /> Es gibt einen alten Spruch, der ganz gut dazu passt: &quot;ein Problem zu l&ouml;sen hei&szlig;t, sich vom Problem zu l&ouml;sen&quot;. Die Tipps im Artikel gehen dann auch mehr oder weniger deutlich in die Richtung, blockierte L&ouml;sungswege wieder in Gang zu bringen. Die Perspektive wechseln, Distanz gewinnen - das sind Grundprinzipien, Probleml&ouml;seprozesse (wieder) zu aktivieren und aus dem Gr&uuml;beln einen sinnvollen Prozess des Nachdenkens zu machen. Aber ich will hier nicht alles wiederholen, sondern die Gedankeng&auml;nge weiter f&uuml;hren und erg&auml;nzen.<br /> Es gibt noch mehr M&ouml;glichkeiten, sich von Gr&uuml;beleien zu befreien, vielleicht funktioniert der Ansatz &quot;Gedankenstopp&quot; bei manchen nicht. Sich entspannen, Musik h&ouml;ren oder selbst musizieren ist einer von vielen Wegen, Abstand zu gewinnen und dabei auch so ganz nebenbei andere Hirnregionen zu aktivieren, gleichzeitig aber auch die Verarbeitung unangenehmer Erlebnisse auf einer andere Ebene zuzulassen. Nehmen wir an, der Druck sei das Problem - unbedingt eine Antwort auf die qu&auml;lende Frage nach dem WARUM finden zu wollen... dann sind die besten Tipps pers&ouml;nliche Strategien, sich von diesem Druck zu befreien. Vielleicht sammeln sich ja nach einiger Zeit einige Tipps als Kommentare zum Artikel?<br /> Methusalem http://therapieblog.de/Gruebeln_als_Problem 2009-03-14 19:50:26 Der neue Selbstregulationsblog Ein neues Projekt ist in Arbeit... ein Blog, der (oder das) etwas anders aufgebaut sein soll und langfristig als ein Handbuch gedacht ist. Im Moment kreisen die Themen um das Selbst, den Umgang mit sich selbst, Selbstreflexion, die Frage, was das Ich und das Selbst eigentlich sind. Das ist alles nicht so einfach und im Moment kann man vielleicht noch nicht sehr viel damit anfangen. Wie kommt man eigentlich zur Erkenntnis seiner Selbst? Was ist eigentlich das Selbst? Es gibt viele Theorien der Pers&ouml;nlichkeit, unterschiedliche Vorstellungen davon, was das Selbst ist, wie man es definieren kann. <br /> Als n&auml;chstes m&ouml;chte ich dort ein Modell vorstellen, wie man das Selbstkonzept betrachten kann. Das Selbstkonzept ist das Bild, das ein Mensch von sich selbst hat. Und die Gliederung soll eine Hilfe sein, dem Nachdenken &uuml;ber sich selbst konkrete Ansatzpunkte zu geben, damit auch etwas dabei herauskommen kann. Ein weiterer Projektabschnitt soll die Ausarbeitung von Modellen zur Problemanalyse sein, was sicherlich l&auml;ngere Zeit in Anspruch nehmen wird. <br /> Im Abschnitt &quot;Bookmarks&quot; finden sich au&szlig;erdem nach Themen geordnete Zug&auml;nge zu Informationen und Artikeln aus dem Internet. Methusalem http://therapieblog.de/Der_neue_Selbstregulationsblog 2009-03-04 19:45:54 Das Koh&auml;renzgef&uuml;hl Es wird Zeit, auch hier einmal wieder etwas zu schreiben... &uuml;ber den Zusammenhang &quot;gesunder Einstellungen&quot;, die Frage, ob es hier allgemeine, grunds&auml;tzliche Dinge gibt, die f&uuml;r viele Menschen in vielen unterschiedlichen Zusammenh&auml;ngen von Bedeutung sind. Das Koh&auml;renzgef&uuml;hl ist hier ein &quot;Paket&quot;, das eine gute Beschreibung solcher grunds&auml;tzlichen Elemente erm&ouml;glicht. <br /> Wenn etwas schwierig wird, dann bedeutet das oft: &quot;das kann ich nicht verstehen&quot;. &quot;Damit komme ich nicht klar.&quot; &quot;Ich wei&szlig; nicht, was das f&uuml;r einen Sinn haben soll.&quot; Schwere, chronische Krankheiten, d&uuml;stere Prognosen... da wird das Leben vielleicht zur Qual, die Gedanken &quot;warum gerade ich?&quot; fangen an zu nagen, verdunkeln den Blick. Dem Leiden dann doch einen Sinn abzuringen, das ist leichter gesagt als getan. Und trotzdem gelingt es immer wieder, auch wenn das &quot;Wie&quot; nicht so einfach zu beschreiben ist. Es hat vielleicht etwas mit Kunst zu tun, den Blick f&uuml;r das Gesunde, das Funktionierende, das Lebenswerte nicht aus dem Auge zu verlieren oder immer wieder neu zu gewinnen. Irgendwie dann doch mit dem Leben klar zu kommen, auch wenn es schwierig ist.<br /> Vielleicht ist das Hilfreiche auch manchmal das Unbestimmte, die vage Aussage &quot;irgendwie werde ich damit schon klar kommen, auch wenn ich noch keine klare Vorstellung davon habe&quot;.<br /> Wenn ich sagen w&uuml;rde: &quot;heute habe ich etwas f&uuml;r mein Koh&auml;renzgef&uuml;hl getan&quot;, dann w&uuml;rde das kaum jemand verstehen. Aber ich schreibe es trotzdem mal auf: ich habe heute f&uuml;r mein Koh&auml;renzgef&uuml;hl etwas getan. Klar, es gibt Dinge, die ich nicht verstehe. Es gibt aber auch eine Menge Dinge, die ich einordnen und verstehen kann. Nat&uuml;rlich zweifle ich manchmal am Sinn, frage mich, was Dieses und Jenes soll, warum manche Dinge so sind, wie sie sind. Aber insgesamt ergibt das Leben doch ein sinnvolles Ganzes. Sicher gibt es immer wieder Situationen, in denen ich mal nicht weiter wei&szlig;. Aber irgendwie geht es dann doch weiter.<br /> Das Gesunde steckt eben auch in uns drin. Die Selbstheilungskr&auml;fte des K&ouml;rpers sind nicht zu leugnen. Und das Leben sucht sich seinen Weg. Ich glaube, es ist schon viel gewonnen, wenn man sich diese Einsichten immer wieder einmal bewusst macht.<br /> Methusalem http://therapieblog.de/Das_Kohaerenzgefuehl 2008-12-09 23:19:34 Nachdenken &uuml;ber Beziehungen Wie denkt man &uuml;ber Beziehungen nach? Oft fehlen hier Methoden und Anleitungen, deshalb dachte ich mir, ich erz&auml;hle mal ein bisschen, wie sich solche Prozesse gestalten lassen... Visualisierungsmethoden setze ich gern ein, damit kann man sich leichter ein Bild machen. Deshalb hei&szlig;en sie ja auch so, visualisieren, also sichtbar machen... Also brauchen wir ein Blatt Papier und Stifte, am besten farbige. M&ouml;glichkeiten gibt es dabei viele und die erste Frage ist, wer sich da in der sozialen Umgebung denn so alles tummelt, welche Personen wichtig sind. Darstellen l&auml;sst sich dann die N&auml;he, die &quot;Farbe&quot; der Beziehung, die Beziehung der einzelnen Personen untereinander und vieles mehr. Und recht schnell zeigt sich dabei, wo einzelne Probleme liegen. Vielleicht w&auml;re es w&uuml;nschenswert, dass der eine oder die andere etwas weiter weg w&auml;re, oder auch n&auml;her dran... Menschen, die &quot;zu nah auf der Pelle sitzen&quot; k&ouml;nnen genauso belastend sein wie der Mangel an Kontakt, zu denen mehr N&auml;he w&uuml;nschenswert w&auml;re. Rollen zeigen sich dabei, Erwartungen, die in sich widerspr&uuml;chlich sein k&ouml;nnen oder Konflikte, die indirekt ausgetragen werden, Verwirrung stiften oder als &quot;Dauerbrenner&quot; immer wieder Stoff zum Sich-Aufregen liefern. Und dann gehen die methodischen Wege je nach Situation recht weit auseinander... an der einen Stelle mag Kl&auml;rung n&ouml;tig sein, anderswo Abgrenzung, insgesamt k&ouml;nnen belastende Gef&uuml;hle das Zusammenleben erschweren. Manchmal entspricht die eigene Rolle nicht den Vorstellungen und W&uuml;nschen, so manches hat einen sachlichen Hintergrund, anderes wiederum spielt sich mehr auf der emotionalen Ebene ab. Nachdenken &uuml;ber Beziehungen - das ist zun&auml;chst der Versuch, sich ein Bild vom eigenen Bild zu machen. Es bleibt ein subjektiver Eindruck, der im g&uuml;nstigen Falle hilft, mehr Klarheit zu gewinnen. Ver&auml;nderungsw&uuml;nsche k&ouml;nnen sichtbar werden - und dem Bem&uuml;hen um Beziehungsgestaltung eine Richtung verleihen. - Das war jetzt sicher nur eine sehr grobe Skizze... aber es sollte ja auch nur ein Denkanstoss sein. Methusalem http://therapieblog.de/Nachdenken_ueber_Beziehungen 2008-11-05 19:26:30 Wenn Worte weh tun Vielleicht erleben wir das alle einmal... ein falsches Wort, eine dumme Bemerkung - und der Rolladen f&auml;hrt runter. Gespr&auml;ch am Ende. Beleidigt zieht der eine oder die andere von dannen, schmollt, zieht sich zur&uuml;ck. Das kann ein Vorwurf gewesen sein: wie konntest Du nur! Oder Kritik, eine Beleidigung, ein Angriff. Eine Bemerkung wie &quot;Du bringst auch nie etwas zustande&quot; oder &quot;aus Dir wird nie etwas&quot;. In der Therapie tauchen solche Erlebnisse immer wieder auf - wenn man darauf achtet und sie als eigenst&auml;ndiges Problem ernst nimmt. &quot;Kommunikationsnarben&quot; kann man so etwas nennen, ein Vergleich also mit k&ouml;rperlichen Verletzungen, die Spuren hinterlassen. So manches kann man ja wegstecken, so manche dumme Bemerkung wird bald vergessen, aber das ist nicht das Thema. Kommunikationsnarben sind tiefere Schnitte, Verletzungen, die schwerwiegende Folgen haben k&ouml;nnen. Ein gest&ouml;rtes Selbstbild entsteht nicht durch eine einzige kritische Bemerkung. Wer aber &uuml;ber Jahre hinweg von seinen Eltern immer wieder gesagt bekommt, dass er nichts zustande bringt, &uuml;berhaupt v&ouml;llig unn&uuml;tz und zu nichts zu gebrauchen ist, wird sich auf Dauer davon schwer distanzieren k&ouml;nnen. Und dann gen&uuml;gt vielleicht schon ein kritischer Blick, eine zweifelnde Bemerkung und die alte Leier wiederholt sich wie ein inneres Tonband. <br /> Dort, wo ein Gespr&auml;ch spontan und unvermittelt abbricht, wo Worte auf &quot;taube Ohren&quot; stossen, wenn es irgendwie nicht mehr weitergeht, dort also k&ouml;nnten Kommunikationsnarben eine Rolle spielen...<br /> Methusalem http://therapieblog.de/Wenn_Worte_weh_tun 2008-10-18 19:35:35 &Auml;ngste abbauen - Sicherheit erlernen &Uuml;ber die systematische Desensibilisierung habe ich bereits etwas geschrieben... und heute ist ein Artikel erschienen, der von neuen Forschungsergebnissen berichtet. Mit M&auml;usen. DIe armen Tiere wurden in ein Wasserbecken geworfen, sollten darin schwimmen. Da kann maus ja schon Angst bekommen... bringt man ihnen vorher bei, sich sicher zu f&uuml;hlen, kommen sie besser damit klar. &Uuml;ber die neurologischen Grundlagen, &uuml;ber das, was dabei im Gehirn vor sich geht, schweige ich mich hier aus, der Link zur Studie findet sich unten. Bemerkenswert ist die Erkenntnis dennoch, wenn auch nicht neu - Sicherheit erlernen, das baut &Auml;ngste ab.<br /> Nehmen wir ein Beispiel: allererste Fahrstunde. Stadtverkehr, hier und da kommt ein Fahrzeug von der Seite, Fu&szlig;g&auml;nger laufen einfach los, werden vielleicht erst vorsichtig, wenn sie das Schild &quot;Fahrschule&quot; erkennen... ziemlich normal kann es da sein, wenn Aufregung und &Auml;ngste im Spiel sind. Gedanken wie &quot;hoffentlich fahre ich jetzt keinen um&quot; k&ouml;nnen da schon in den Sinn kommen. <br /> Mit der Zeit l&auml;sst das dann meist nach. &Uuml;bung gibt eben Sicherheit, das Ph&auml;nomen &quot;gelernte Sicherheit&quot; wird er&quot;fahr&quot;bar. Noch besser geht es, wenn entsprechende Verhaltensmuster einge&uuml;bt werden, langsam fahren, Zeichen geben und so weiter. Einen Airbag zu haben, vielleicht auch ein Sicherheitstraining zu absolvieren, das sind m&ouml;gliche Elemente, die Angst abbauen k&ouml;nnen. Der Impuls, der Angst etwas entgegenzusetzen, ist keine neue Idee, wird durch die neueren Experimente lediglich best&auml;tigt. Sich entspannen und der Frage nachgehen, wie sich Sicherheit entwickeln l&auml;sst - das ist ein recht einfacher und wirksamer Ansatz.<br /> Gedanken k&ouml;nnen Sicherheit vermitteln, Erfahrung und &Uuml;bung, Gegenst&auml;nde, Personen... und manchmal allein die Vorstellung, ein beinahe beliebiger Gegenstand, an dem man sich festhalten kann. Ein Rettungsring... (gibt es sowas f&uuml;r M&auml;use?)... vielleicht lohnt es sich, einmal &uuml;ber das Thema Sicherheit nachzudenken, wenn &Auml;ngste &uuml;berhand zu nehmen drohen...<br /> Methusalem http://therapieblog.de/Aengste_abbauen___Sicherheit_erlernen 2008-10-09 20:31:15 Lebenskunst als Frage in der Psychotherapie? In einer Therapie k&ouml;nnen viele Probleme zum Thema werden... und dabei zeigen sich oft Grundfragen, die sich auf das Leben als Ganzes beziehen, Fragen nach dem Sinn, nach der Art und Weise, wie das Leben &uuml;berhaupt gestaltet werden kann. Vor allem dann, wenn ich einen Therapieblog als m&ouml;gliche Begleitlekt&uuml;re w&auml;hrend einer station&auml;ren oder ambulanten Therapie betrachte, k&ouml;nnen &Uuml;berlegungen zur Lebenskunst vielleicht Impulse geben, die &uuml;ber das &quot;Problematische&quot; hinaus gehen. Beim St&ouml;bern in der Blogparade zur Lebenskunst (sie den Link unten) finden sich so manche Ansatzpunkte, die helfen k&ouml;nnen, schwierige Lebenssituationen aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten. Das, was dem einen zum leben hilft, k&ouml;nnte auch f&uuml;r andere n&uuml;tzlich sein... <br /> <br /> Da gibt es Leute, die an irgend etwas Freude finden, Erkenntnisse gewinnen, im R&uuml;ckblick auf das eigene Leben Dankbarkeit empfinden. Da gibt es Menschen, denen etwas wichtig wird, die sich f&uuml;r etwas einsetzen, sich f&uuml;r etwas begeistern, etwas Sinnvolles entdecken und pflegen. So schr&auml;g das Leben auch verlaufen mag, wer sucht, wird auch f&uuml;ndig werden, wenn sich die Frage auf das Gelungene richtet. Kann ich in mir selbst ein St&uuml;ck Lebenskunst entdecken, sch&auml;tzen lernen, was gut verlaufen ist? Kann Psychotherapie auch eine Suche nach Antworten sein, die sich auf die Lebenskunst beziehen?<br /> <br /> Dort, wo der Begriff &quot;Ressourcenorientierung&quot; ernst genommen wird, kann und darf (meine ich) sehr wohl auch die Frage der Lebenskunst Thema werden. Es scheint immer wieder ein angenehmes Gef&uuml;hl zu entstehen, wenn sich Perspektiven zeigen und entwickeln d&uuml;rfen, wenn Anregungen zu Impulsen werden, intensiver und konstruktiver auf das eigene Leben zu blicken. Vielleicht l&auml;sst sich von Menschen, die irgend wie mit ihrem Leben gut zurecht kommen, etwas lernen?<br /> Methusalem http://therapieblog.de/Lebenskunst_als_Frage_in_der_Psychotherapie 2008-10-08 19:05:31 Schritt f&uuml;r Schritt Therapie ist keine Zauberei... auch wenn vielleicht manches nicht nachvollziehbar ist, wenn das Geheimnis, wie Therapie eigentlich funktioniert, vielleicht f&uuml;r alle Zeit ein Geheimnis bleiben wird. <br /> Was sich beobachten l&auml;sst sind kleine Schritte. Alles auf einmal und alles sofort... das funktioniert meistens nicht. Therapie braucht Geduld. Und manchmal ist es nicht einfach, den n&auml;chsten Schritt zu finden. Wer sich wirklich ver&auml;ndert, muss sich ja auch daran gew&ouml;hnen, dass sich etwas &auml;ndert.<br /> Wenn ich Psychotherapie als einen Lernprozess verstehe, dann sind die Parallelen zum Lernen in anderen Bereichen vielleicht eine Hilfe, zu begreifen, warum die Dinge Zeit brauchen.<br /> Wissen aufnehmen, verstehen und anwenden k&ouml;nnen, das erfordert meist auch &Uuml;bung.<br /> Wenn die Einsicht da ist, wie sich ein bestimmtes Problem (besser) l&ouml;sen l&auml;sst, geht es darum, auszuprobieren, ob sich diese Einsicht auch umsetzen l&auml;sst. <br /> Deutlich wird dieser Prozess am Beispiel Angst - Angst zu ver-lernen geht nicht &quot;per Knopfdruck&quot;, sondern setzt voraus, immer wieder in angstbesetzten Situationen anders zu reagieren, angemessenere Muster einzu&uuml;ben. Ein Beispiel f&uuml;r eine solche Vorgehensweise ist die Systematische Desensibilisierung, bei der schrittweise angstausl&ouml;sende Reize an einen Entspannungszustand gekoppelt werden. Auf einer Angstskala l&auml;sst sich darstellen, welche Situationen wenig oder gar keine Angst ausl&ouml;sen, welche anderen starke oder extreme Angst bedeuten. Zwischen 0 und 100 l&auml;sst sich dann absch&auml;tzen, was sich gerade noch aushalten l&auml;sst. Schritt f&uuml;r Schritt... mit dem Einfachen beginnen und sich dann langsam an die schwierigeren Situationen herantasten. Das Gegenst&uuml;ck, die Reiz&uuml;berflutung, gibt es auch. Mein pers&ouml;nlicher Standpunkt... eher nicht. Die langsame Methode erscheint mir wesentlich humaner, sicherer. Rom ist schlie&szlig;lich auch nicht an einem Tag gebaut worden. Eines aber ist wichtig: jeder Schritt z&auml;hlt. Auch der Allerkleinste. Methusalem http://therapieblog.de/Schritt_fuer_Schritt 2008-09-26 21:51:28 Gedanken, Bilder und Gef&uuml;hle Probleme bearbeiten... das klingt nach Nachdenken, aber manchmal geht es mit dem Nachdenken einfach nicht voran. Sich im Kreis drehen. Immer wieder dieselben Gedanken. Keine Entwicklung in Sicht... Manchmal helfen Bilder. Vielleicht l&auml;sst sich ein Bild entwickeln von dem, was sein k&ouml;nnte, eine Vorstellung beschreiben, was w&auml;re, wenn irgend etwas Belastendes leichter w&auml;re... Und dann lohnt es sich, auf Gef&uuml;hle zu achten. Ein Bild von dem, was angenehmer w&auml;re. So l&auml;sst sich ein Ziel finden, ohne sehr viel nachzudenken. Eine Vorstellung von dem, was erreicht werden soll oder kann.<br /> Es hat etwas f&uuml;r sich, wenn man sorgf&auml;ltig zwischen Realit&auml;t und Fantasie unterscheiden kann. Oft aber sind Fantasien der Stoff, aus dem sich Wege und Ver&auml;nderungen ergeben. Irgend etwas mag erreichbar sein, ein Schritt vielleicht, eine Bewegung, etwas Konkretes... und alles weitere ergibt sich dann gewissermassen von selbst. Dort, wo das Denken festgefahren ist, bringen Bilder vielleicht einen Prozess in Gang, der stehen geblieben ist. Gerade dort, wo es um belastende Ereignisse geht, ist es wichtig, einen Weg zu finden, mit dem, was sich nun mal nicht mehr &auml;ndern l&auml;sst, zu leben. Vielleicht ist es nicht das erste Bild, das passt. Vielleicht zeigen die Gef&uuml;hle jene Aspekte auf, die noch nicht &quot;in Ordnung&quot;, noch nicht verarbeitet sind. Aber eines scheint generell angenehm zu sein - zu wissen, dass zumindest in der Fantasie auch alles anders sein kann. Kleine und grosse Ver&auml;nderungen - oft steht am Anfang ein Bild. Methusalem http://therapieblog.de/Gedanken_Bilder_und_Gefuehle 2008-09-22 21:14:53 ups... ein paar Artikel sind weg... ...einige Artikel aus diesem Blog sind nicht mehr zug&auml;nglich, werden beim Weiterbl&auml;ttern &uuml;bersprungen... woran es liegt, kann ich nicht sagen... ??? Methusalem http://therapieblog.de/ups_ein_paar_Artikel_sind_weg 2008-09-20 23:13:05 Sich &auml;ndern - etwas ver&auml;ndern Unzufrieden zu sein kann ein Anlass sein, eine Therapie zu beginnen... oder auch nicht. Unzufriedenheit ist belastend, wenn man dabei stehen bleibt. Unzufriedenheit kann aber auch ein Impuls sein, etwas zu ver&auml;ndern, sich zu ver&auml;ndern. Wie und wo und wann... in einem Artikel bei n-tv sind Denkanst&ouml;sse zum richtigen Zeitpunkt erw&auml;hnt - alles hat seine Zeit. Und sinnvoll ist auf jeden Fall, erst einmal Klarheit zu gewinnen &uuml;ber das, was ver&auml;ndert werden soll. Kleinigkeiten gehen vielleicht sofort, Wunder dauern etwas l&auml;nger. Ob der Prozess der Ver&auml;nderung nun in einer Therapie begleitet wird oder nicht, der entscheidenden Impuls kommt stets von innen - die wichtigste Frage ist also, ob ein wirkliches Interesse daran besteht, Ver&auml;nderungen einzuleiten. Unzufriedenheit kann sich beziehen auf sich selbst, die Lebenssituation, Beziehungen, das Berufsleben... auf alles M&ouml;gliche. Vielleicht gibt es Gr&uuml;nde: &quot;ich bin unzufrieden, weil...&quot;, vielleicht gibt es Fantasien, Vorstellungen von dem, was w&uuml;nschenswert w&auml;re. Daraus lassen sich Ziele formulieren, Ansatzpunkte gewinnen. Und dann l&auml;sst sich auch entscheiden, ob die Ver&auml;nderungen aus eigener Kraft m&ouml;glich sind oder Unterst&uuml;tzung von aussen erforderlich ist. Ver&auml;nderungen selbst in die Hand zu nehmen - das ist ein Ausweg aus der Opferrolle, ein Ausstieg aus dem Muster &quot;ich bin unzufrieden, weil andere etwas Bestimmtes tun&quot; - hin zu einer Haltung, die nach den Ursachen f&uuml;r die Unzufriedenheit im eigenen Verhalten, in den eigenen Einstellungen, den eigenen Entscheidungen sucht. &Uuml;ber Einstellungen und Entscheidungen kann ich nachdenken, andere Einstellungen entwickeln und bessere Entscheidungen treffen. Und - ich kann mich anders verhalten. Alles eben - zu seiner Zeit. Methusalem http://therapieblog.de/Sich_aendern___etwas_veraendern 2008-09-17 18:11:52 Probleme bearbeiten Probleme zu bearbeiten, das ist eine wichtige Aufgabe in der Therapie. Im Grunde tun wir das alle sowieso, auf die eine oder andere Art. Im g&uuml;nstigen Fall hilft eine Therapie, Probleme klarer zu benennen, Worte und Formulierungen zu finden. Allein das schon ist ein ein hilfreicher Prozess. Etwas zur Sprache bringen, sich aussprechen und ausdr&uuml;cken k&ouml;nnen, etwas auf den Punkt bringen... etwas benennen zu k&ouml;nnen, das vorher vielleicht diffus und verwirrend erschien. Aber was ist eigentlich ein Problem, wann ist ein Problem ein Problem und f&uuml;r wen? Vielleicht bezeichnet der eine etwas als ein Problem, wenn es belastend ist. Eine andere benennt einen Konflikt als ein Problem. Ein Problem kann mit einer Barriere versehen sein - da will jemand etwas und weiss nicht wie. Vielleicht gab es den einen oder anderen Ansatz und nichts wollte so recht gelingen. Vielleicht fehlt Wissen, eine Strategie, ein Weg, eine Idee... Probleme zu bearbeiten heisst also auch, nach L&ouml;sungen zu suchen. Vielleicht etwas Neues zu entdecken. Oder andere M&ouml;glichkeiten zu finden, die einen neuen Zugang, eine neue Sichtweise er&ouml;ffnen. Vielleicht steht aber auch die Unklarheit im Weg, nicht so recht zu wissen, worin ein Problem eigentlich besteht. Die einfache Frage: &quot;worin besteht das Problem oder was ist eigentlich schwierig?&quot; kann schon eine Menge bewirken. Da ist etwas, damit komme ich nicht zurecht. Mit irgend einer Geschichte bin ich nicht zufrieden. Da ist vielleicht etwas geschehen, das ich nicht annehmen, nicht akzeptieren kann.<br /> Da gibt es etwas, das ich gern anders h&auml;tte, ver&auml;ndern m&ouml;chte. Es hat seinen Grund, warum Therapeuten oft empfehlen, &quot;bei sich&quot; zu sein und dort genau hinzusehen, wo etwas nicht so recht in Ordnung zu sein scheint. Dort n&auml;mlich, bei mir selbst, kann ich auch etwas ver&auml;ndern. Und darum geht es. Probleme zu bearbeiten, das ist kein Selbstzweck, es dient dazu, L&ouml;sungen zu suchen. Vielleicht neue, andere, bessere. Einen solchen Prozess in Gang zu bringen ist schon viel wert - Therapie ist: unterwegs und auf der Suche sein. Es gibt immer etwas, das sich irgendwie anders betrachten, durchdenken und bewegen, ver&auml;ndern und vielleicht verbessern l&auml;sst. Manches ver&auml;ndert sich dann auch gewissermassen von selbst - wenn man sich nur die Zeit l&auml;sst, zur Ruhe zu kommen und in aller Ruhe g&auml;ren l&auml;sst, was da brodelt. Es kann und muss nicht alles &quot;gemacht&quot; werden - manchmal geht es einfach um das Zulassen von Ver&auml;nderung.<br /> Methusalem http://therapieblog.de/Probleme_bearbeiten 2008-09-15 18:36:41 Hoffnungstherapie Beim St&ouml;bern entdeckt... eine neue Studie &uuml;ber Hoffnung und Depression, und dabei taucht der Begriff &quot;Hoffnungstherapie&quot; auf. So ganz neu sind die Zusammenh&auml;nge ja nicht, dass Depression etwas damit zu tun hat, wie sich jemand bestimmte Ereignisse erkl&auml;rt, dass Depression etwas mit &quot;gelernter Hilflosigkeit&quot; zu tun hat, das sind in Fachkreisen bekannte Zusammenh&auml;nge. Hoffnung also, ein neuer Akzent, ein Ansatzpunkt. Hoffnung zu haben, das ist etwas Gesundes. Ganz n&uuml;chtern betrachtet ist Hoffnung auch etwas Vern&uuml;nftiges. Die Dinge &auml;ndern sich. Es gibt M&ouml;glichkeiten, an sich zu arbeiten. Wir k&ouml;nnen Einstellungen &uuml;berdenken und zu neuen Einsichten gelangen. Wir k&ouml;nnen Entscheidungen treffen und Verhaltensmuster ver&auml;ndern. Grund genug also, schon im Prinzip Hoffnung zu haben. Und auch dort, wo es um Krankheiten geht, die als unheilbar gelten, ist es m&ouml;glich, dass neue Therapieverfahren und Medikamente entwickelt werden. <br /> Hoffnung lernen - ist das nicht zu einfach? Die Idee, nach Ziele zu fragen und sich auf das zu konzentrieren, was erreichbar ist, lenkt die Aufmerksamkeit auf das Machbare. Kritisch betrachtet kann es also nicht darum gehen, falsche Hoffnungen zu wecken oder einfach passiv auf Wunder zu warten.<br /> Aktiv zu werden, Ziele anzustreben und sich dabei selbst motivieren - es ist nachvollziehbar, dass es so etwas gegen depressive Zust&auml;nde hilft... zumindest, solange sie noch nicht sehr stark sind.<br /> Wer die Studie nachlesen will, findet unten den Link zur deutschen &Uuml;bersetzung.<br /> Methusalem http://therapieblog.de/Hoffnungstherapie 2008-09-01 17:27:49 Therapie - wohin? Therapie hat etwas mit Ver&auml;nderung zu tun... damit ist aber noch nicht klar, was und wie und vor allem: wohin. Therapie hat auch etwas damit zu tun, &quot;Themen zu bearbeiten&quot;, aber damit ist noch nicht klar, wozu und wohin. Wann ist denn ein Thema &quot;bearbeitet&quot;? Eine recht grunds&auml;tzliche Beobachtung ist, dass es nicht leicht ist, gute und brauchbare Therapieziele zu formulieren, dass die Vorstellungen am Anfang der Therapie oft recht unklar und diffus sind. Kein Wunder also, dass in der Fachliteratur immer wieder das Thema &quot;Auftragskl&auml;rung&quot; auftaucht und in diesem Zusammenhang eben auch die Frage nach Therapiezielen. Formulierungen wie &quot;gesund werden&quot; oder &quot;das Leben auf die Reihe bringen&quot; helfen nicht sehr viel weiter, solange nicht pr&auml;ziser bestimmt ist, was genau damit gemeint ist.<br /> Ganz allgemein l&auml;sst sich sagen, dass die Bestimmung und Kl&auml;rung von Therapiezielen viele Vorteile mit sich bringt. Das Bild einer Reise macht viele Dinge klarer - nat&uuml;rlich kann man irgendwohin &quot;ins Blaue&quot; gehen, laufen oder fahren. Aber woran erkenne ich dann, dass ich &quot;weiter gekommen&quot; oder &quot;angekommen&quot; bin? Woran also l&auml;sst sich Fortschritt erkennen, woran l&auml;sst sich erkennen, ob eine Therapie etwas &quot;gebracht hat&quot;? Werden konkrete Ziele formuliert, l&auml;sst sich auch beurteilen, was genau eine Therapie bringen kann - Ver&auml;nderungen n&auml;mlich, die sich darin zeigen, dass bestimmte Ziele erreicht worden sind. Ziele geben einem Ver&auml;nderungsprozess eine Richtung - und machen gleichzeitig deutlich, was erreichbar ist und was nicht. Damit ist das Thema &quot;Therapieziele&quot; noch keinesfalls ersch&ouml;pfend behandelt... wie man gute Ziele formulieren kann, und welche Zielvorstellungen nicht in eine Therapie passen, ist damit noch nicht deutlich geworden. Vielleicht aber der Gedanke, dass Therapie ein Prozess ist, der sich aktiv (mit-)gestalten l&auml;sst - und dabei ist die Frage hilfreich, wohin denn die Reise gehen soll. Sich selbst im Kreis drehen - das schaffen die meisten auch allein... Methusalem http://therapieblog.de/Therapie___wohin 2008-08-18 19:54:01 Infos &uuml;ber Psychotherapie Nur mal so... &uuml;ber Psychotherapie gibt es schon einige brauchbare Informationen im Internet. Was wo zu finden ist, kann man sich nicht so leicht merken... es sei denn, mithilfe einer Linksammlung. Seit einigen Monaten sammle ich zu verschiedenen Themen Websites, Artikel, Hinweise und Quellen... eben auch zum Thema Psychotherapie. Meist sind kurze Kommentare zum Inhalt dabei, die Auswahl ist nat&uuml;rlich eine pers&ouml;nliche Angelegenheit, gepr&auml;gt von dem, was mich gerade so interessiert. In der Regel ziehe ich seri&ouml;se und fundierte Seiten vor, im Laufe der Zeit soll eine umfassende Zusammenstellung entstehen.<br /> Also... wer st&ouml;bern will, findet am Ende dieses Artikels den Link f&uuml;r die Sammlung.<br /> Methusalem http://therapieblog.de/Infos_ueber_Psychotherapie 2008-08-14 20:55:36 Die wirklich wichtigen Dinge Es ist gar nicht so einfach, auf die wirklich wichtigen Dinge zu sprechen zu kommen. Damit meine ich nicht die allt&auml;glichen Kleinigkeiten, die viel Raum einnehmen, irgendwie zu denken geben, aufregend, belastend oder auch einfach spannend sind. Die wirklich wichtigen Dinge, das sind die Grundprobleme des Lebens, die zentralen Aspekte, die &uuml;ber Gesundheit und Wohlbefinden entscheiden. &quot;Ich hab nur einen leeren Kopf&quot;, sagt vielleicht der Eine, und stellt fest, dass der Blick auf die eigenen Ziele schnell wieder verloren gehen kann. Es ist dann &Uuml;bungssache, sich nicht von allen m&ouml;glichen Kleinigkeiten ablenken zu lassen, immer wieder auf die Kernthemen zur&uuml;ck zu kommen. <br /> Das alles hat ja seinen Grund: die wichtigen Themen sind meist umfassender und schwieriger. Dort etwas ver&auml;ndern zu wollen erfordert den Blick auf grunds&auml;tzliche Muster, tiefer sitzende Einstellungen und &Uuml;berzeugungen, Aspekte also, die vielleicht f&uuml;r sehr viele Probleme (mit-)verantwortlich sind. Vielleicht ist die Frage selbst gew&ouml;hnungsbed&uuml;rftig. Was ist mir denn wirklich wichtig? Welchen Stellenwert haben die vielen Dinge, die mir so tagt&auml;glich durch den Kopf gehen? Erkenntnisse in diesem Bereich sind Fortschritte - dort, wo sich die wirklich wichtigen Dinge klarer zeigen, wird weniger Energie verschwendet f&uuml;r Themen, die nebens&auml;chlich, unwichtig und von geringer Bedeutung sind. Therapie ist eben auch das Durchdringen der Oberfl&auml;che, die Erkenntnis gr&ouml;sserer Zusammenh&auml;nge und tieferer Schichten im eigenen Leben. Es ist eine Reise zu sich selbst. Methusalem http://therapieblog.de/Die_wirklich_wichtigen_Dinge 2008-08-11 19:44:22 Der Therapiepark Der Therapiepark ist ein einfaches Modell zu den Wirkfaktoren in der Psychotherapie. <br /> <br /> P steht f&uuml;r Probleme bearbeiten,<br /> A f&uuml;r Aktive Hilfe <br /> R f&uuml;r Ressourcen<br /> K f&uuml;r Kl&auml;ren und Perspektiven entwickeln<br /> <br /> An dieser Stelle m&ouml;chte ich nur vier Fragen aufnehmen, die sich jede(r) stellen kann, um zu beurteilen, ob eine Therapie diese Wirkfaktoren ber&uuml;cksichtigt.<br /> <br /> 1. Welche Probleme m&ouml;chte ich in der Therapie bearbeiten? Werden sie zum Thema, kann ich meine Probleme tats&auml;chlich bearbeiten?<br /> 2. Bekomme ich Unterst&uuml;tzung, aktive Hilfe bei der Bearbeitung und Bew&auml;ltigung?<br /> 3. Werden in der Therapie meine eigenen F&auml;higkeiten, meine gesunden Anteile ber&uuml;cksichtigt?<br /> 4. Hilft mir die Therapie, Klarheit zu gewinnen, entstehen neue Perspektiven?<br /> <br /> Wer sich n&auml;her mit dem Thema besch&auml;ftigen will, findet unten einen Link zu einer ausf&uuml;hrlicheren Betrachtung. Methusalem http://therapieblog.de/Der_Therapiepark 2008-08-10 11:53:57 Selbstverst&auml;rkung Depressive Episoden bringen manchmal den Gedanken mit sich &quot;ich mache alles falsch&quot;. Genauer betrachtet ist das ziemlich schwierig... fast unm&ouml;glich, wirklich ALLES falsch zu machen. Also lohnt es sich, nach dem zu fragen, was &quot;gut&quot; und &quot;richtig&quot; l&auml;uft, mehr zu tun von dem, was &quot;in Ordnung ist&quot;. Auch dann, wenn etwas Neues versucht wird, das Sinn hat und &quot;gut tut&quot;, dem Wohlbefinden dient oder einfach irgendwie &quot;besser&quot; ist, lohnt es sich, darauf zu achten. Sich selbst verst&auml;rken bedeutet, an sich selbst Botschaften zu richten, die das Angemessene, Richtige, Hilfreiche oder Bessere betonen und im Bewusstsein verankern. &quot;Das ist mir jetzt gelungen&quot;, k&ouml;nnte eine Formulierung sein oder: &quot;das habe ich gut gemacht&quot;. Fortschritte bewusst machen, sich selbst im Geiste auf die Schulter zu klopfen, sich selbst Anerkennung zuteil werden lassen f&uuml;r das, was &quot;stimmt&quot;. Die Aufmerksamkeit auf die gesunden Anteile zu lenken, geniessen zu k&ouml;nnen, was zu geniessen ist, das ergibt insgesamt ein neues Bild. Aus therapeutischer Sicht passt hier die Ressourcenorientierung dazu, die Orientierung an M&ouml;glichkeiten, Potentialen und dem, was eben nicht &quot;krank&quot; oder &quot;gest&ouml;rt&quot; ist. Was dabei verst&auml;rkt und gest&uuml;tzt wird sind F&auml;higkeiten, Muster, die hilfreich oder n&uuml;tzlich sind, Entwicklungen, die nach vorn weisen und zu einer besseren Lebensqualit&auml;t f&uuml;hren. Selbstverst&auml;rkung ist eine einfache Methode, sich selbst etwas Gutes zu tun und das W&uuml;nschenswerte zu st&uuml;tzen. Es ist ein vielleicht kleiner, aber durchaus bedeutsamer Schritt zu mehr Zufriedenheit. Und macht Mut, an dem weiter zu arbeiten, was im Moment noch schwierig erscheinen mag. Methusalem http://therapieblog.de/Selbstverstaerkung 2008-08-09 13:04:14 Aussenwirkungen Eine Beobachtung, die sich oft wiederholt... manche Leute merken einfach nicht, wie sie auf andere wirken. Eine besondere Chance in der Gruppentherapie sind die R&uuml;ckmeldungen von anderen, die solche Aussenwirkungen zeigen. Oft kommen solche R&uuml;ckmeldungen erstmal als Kritik an, f&uuml;hren zu Rechtfertigungsversuchen... &quot;Aber ich hab doch&quot;... &quot;stimmt doch gar nicht&quot;... Ablenkungsman&ouml;ver sind keine Seltenheit, bis sich dann die Erkenntnis durchsetzt, dass das eigene Verhalten als unangemessen empfunden werden kann. <br /> Grunds&auml;tzlich haben wir alle &quot;blinde Flecken&quot;, sehen uns selbst ja nie von aussen, k&ouml;nnen also gar nicht wissen, was da genau auf andere wirkt, wie etwas &quot;r&uuml;berkommt&quot;. Absicht und Wirkung sind zwei verschiedene Dinge, als Grundmodell zur Veranschaulichung l&auml;sst sich das JOHARI-Fenster einsetzen.<br /> Die Beschreibung des &quot;blinden Flecks&quot; ist bei Wikipedia nicht sehr ausf&uuml;hrlich - es geht zun&auml;chst um das, was andere erkennen, der Eigenwahrnehmung aber nicht zug&auml;nglich ist. Als R&uuml;ckmeldung werden Hinweise wertvoll, wenn sie m&ouml;glichst konkret sind, sich also auf beobachtbares Verhalten oder konkrete &Auml;usserungen beziehen. Schwierig wird es, wenn zu fr&uuml;h Bewertungen und Kritik daran gekoppelt sind - dann werden R&uuml;ckmeldungen oft einfach ausgeblendet und verfehlen ihre Wirkung. Die andere Seite ist die Kunst, R&uuml;ckmeldungen f&uuml;r sich selbst annehmen und verwerten zu k&ouml;nnen. Zun&auml;chst als Einsicht: wo wirke ich also auf andere. Dann als Impuls und Orientierung f&uuml;r Ver&auml;nderungen - als Ansatzpunkt f&uuml;r neue Verhaltensweisen, die es m&ouml;glich machen, mit anderen &quot;besser klar zu kommen&quot;.<br /> Das JOHARI-Fenster dient der Selbsterfahrung - dabei k&ouml;nnen sich Aspekte zeigen, die durch Nachdenken nicht erkennbar sind. Manchmal auch ganz sch&ouml;n schwer zu verdauen sind, wenn Selbstbild und Fremdbild weit auseinanderklaffen. Fair sind R&uuml;ckmeldungen vor allem dann, wenn sie als Lernabgebote formuliert und dann auch leichter anzunehmen sind - wird eine &quot;R&uuml;ckmelderunde&quot; zur Hetzjagd nach dem Motto &quot;jeder darf mal draufhauen&quot;, wird die Angelegenheit nur noch destruktiv. Konkret zu werden hilft - m&ouml;glichst mit Hinweisen, was sich wie genau &auml;ndern k&ouml;nnte. Beides ist lernbed&uuml;rftig - R&uuml;ckmeldungen geben und R&uuml;ckmeldungen annehmen. <br /> Methusalem http://therapieblog.de/Aussenwirkungen 2008-08-07 21:29:51 Leben und gelebt werden Die Lebensgeschichte, das Insgesamt der Erlebnisse und Erfahrungen, pr&auml;gt, was wir sind. Leben und gelebt werden - viele Pr&auml;gungen sind nicht gew&auml;hlt, nicht freiwillig, Schicksal, wenn man so will. Das &Auml;lterwerden, Wachsen und Reifen, bringt es aber auch mit sich, entscheiden zu k&ouml;nnen. Auch dort, wo ich nicht w&auml;hlen kann, was mir widerf&auml;hrt, kann ich w&auml;hlen, wie ich mich dazu stelle.<br /> Leben oder gelebt werden, das ist auch die Frage, ob ich selbst entscheide, wie sich mein Leben weiterentwickelt oder passiv bleibe, mich treiben lasse, andere &uuml;ber mich entscheiden lasse. Ob ich einfach den Mustern folge, die sich entwickelt haben, vielleicht ohne mein Zutun, oder hier und da etwas &auml;ndern m&ouml;chte. Realistisch betrachtet sind die M&ouml;glichkeiten immer begrenzt. Immer wieder geht es um &Uuml;bung, &Uuml;bung, &Uuml;bung. Neues versuchen, nicht aufgeben, &uuml;ben, &uuml;ben, &uuml;ben, bis sich das Neue setzt und mehr und mehr zur Routine wird. Die eigentliche Therapie beginnt meist nach der Therapie - dort, im Alltag, geht es darum, das Verstandene im umzusetzen. Bei einer fortlaufenden Therapie geschieht die Realisierung der Ver&auml;nderung meist zwischen den Sitzungen - und manches wird erst lange Zeit nach dem ersten Impuls wirklich handfest. Gelebt zu werden, das ist: Bestimmtwerden durch die Muster, die sich mehr oder weniger von selbst entwickelt haben. Wirklich zu leben bedeutet, sich schrittweise aus den Einschr&auml;nkungen, Irrt&uuml;mern, T&auml;uschungen und Selbstt&auml;uschungen herauszuarbeiten. Immer mehr selbst zu bestimmen, was geschehen soll. In aller Bescheidenheit, bei vollem Bewusstsein der Tatsache, dass so manches, was wir l&auml;ngst als problematisch erkannt haben, bestehen bleiben wird. Aber es geht auch nie um die radikale, vollst&auml;ndige Wandlung bis in den letzten Zipfel des inneren Erlebens. Es geht um viele Kleinigkeiten, die erreichbar sind. Jeder Schritt z&auml;hlt, auch der Allerkleinste. Zu bedauern sind nicht diejenigen, die es versuchen und hier und da scheitern. Zu bedauern sind jene, die es nie versucht haben. Methusalem http://therapieblog.de/Leben_und_gelebt_werden 2008-08-06 20:39:39 Abstand gewinnen Manchmal ist das Leben anstrengend, belastend... eines von vielen therapeutischen Prinzipien ist &quot;Abstand gewinnen&quot;. Es taucht als methodisches Element in vielen Ans&auml;tzen auf, ob es nun so benannt wird oder nicht. Abstand gewinnen, den richtigen Abstand zu finden, das ist aber auch ein Prinzip der Selbsthilfe, etwas Allt&auml;gliches, das wir f&uuml;r unsere Gesundheit brauchen. Ob das nun das Wochenende oder ein Feiertag ist, ein Gespr&auml;ch, in dem wir uns aussprechen k&ouml;nnen, ein Tagebuch, das die eigenen Gedanken aufnimmt... etwas zur Sprache zu bringen schafft immer auch Abstand. Das Bei-Sich-Sein ist eines, Abstand zum Alltag, zu dem, was uns belastet, ein anderes.<br /> Das Wertvolle dabei: aus einem gr&ouml;&szlig;eren Abstand werden manche Dinge deutlicher, sehen aus einer anderen Perspektive auch anders aus, es werden M&ouml;glichkeiten sichtbar, die man nicht erkennen kann, wenn man zu dicht davor steht, zu sehr verwickelt, zu direkt betroffen ist. N&uuml;chterner, gelassener mit dem umgehen zu k&ouml;nnen, was belastend sein mag, das ist die Chance. Ein Spruch dazu: ein Problem zu l&ouml;sen heisst, sich vom Problem zu l&ouml;sen. Das ist nicht: Wegschieben und Vergessen. Eher: den richtigen Abstand finden, um Wege zu finden. Problem&uuml;berladen und &uuml;berlastet wird vielleicht jeder Schritt zur Qual. Eine gute Frage ist daher: was hilft mir, Abstand zu gewinnen? Sprechen? Schreiben? Entspannen? Malen? Basteln? Musik? Vielleicht l&ouml;st sich manches Problem von allein auf. Vielleicht aber auch nicht und dann kommt ein weiterer Aspekt ins Spiel, der nun wirklich sehr viel mit Therapie zu tun hat. Therapie ist auch: Probleme l&ouml;sen. Etwas vorsichtiger ausgedr&uuml;ckt: Probleme bew&auml;ltigen. Oder einer L&ouml;sung einen Schritt n&auml;her kommen. So seltsam es klingen mag, so schwer es auch manchmal zu verwirklichen ist: es geht auch um den Abstand zu sich selbst. Der Blick von aussen kann dabei eine grosse Hilfe sein und verhindern, vor lauter Wald gegen den n&auml;chsten Baum zu laufen... Methusalem http://therapieblog.de/Abstand_gewinnen 2008-08-04 21:57:13 Sei Du selbst Ich sollte, ich m&uuml;sste... das geht doch nicht, ich kann doch nicht... Was tun Menschen nicht alles, um anerkannt, leistungsf&auml;hig, &quot;okay&quot; zu sein, dazuzugeh&ouml;ren, sich anzupassen, so zu sein, wie sie glauben, sein zu m&uuml;ssen... Wie oft wird etwas verbogen, zurecht gebogen, mit allen m&ouml;glichen Mittelchen dorthin manipuliert, wo es sein sollte... Gef&uuml;hle, Gedanken, Verhaltensmuster... das Bem&uuml;hen, sich selbst zu verbiegen, kann eine Menge an Problemen ausl&ouml;sen.<br /> Es ist deshalb kein Zufall, dass mir die &Uuml;berlegungen aus der Tradition der humanistischen Psychologie immer wieder durch den Kopf gehen. Echtheit, Authentizit&auml;t - man kann es auch Wahrhaftigkeit nennen, Realit&auml;tsbezug. Also: &quot;sei du selbst&quot;. Eine wichtige Erg&auml;nzung soll einem Missverst&auml;ndnis vorbeugen. &quot;Sei Du selbst&quot; bedeutet nicht &quot;bleib wie Du bist&quot;. Das Bed&uuml;rfnis, zu wachsen und zu reifen, spielt in den Therapierichtungen der humanistischen Psychologie eine gro&szlig;e Rolle. Mit verschiedenen Begriffen wird die Anleitung zur Echtheit bezeichnet: das &quot;Gewahrwerden&quot; erinnert an den Spruch von Sigmund Freud &quot;wo Es war, soll Ich werden&quot;, neuere Formulierungen beziehen sich auf die &quot;innere Achtsamkeit&quot;. Es geht einfach darum, zu sp&uuml;ren, was ist, zu erkennen, was sich im eigenen Innern tut. Dort, wo ein Problem ist, dort, wo Unzufriedenheit sp&uuml;rbar wird, findet sich meist auch schon der Impuls zur Ver&auml;nderung. Und dort, wo etwas in Ordnung ist, wo sich das Wohlbefinden von allein einstellt, tut es einfach gut, immer wieder zu sich selbst zu finden. Bei sich zu sein. Zur Ruhe zu kommen.<br /> Methusalem http://therapieblog.de/Sei_Du_selbst 2008-08-03 19:06:59 Was bringt Psychotherapie? Ob eine Therapie &quot;etwas bringt&quot;, ob sich jemand &uuml;berhaupt darauf einl&auml;sst, h&auml;ngt nicht zuletzt davon ab, mit welchen &Uuml;berzeugungen sie begonnen - oder auch nicht begonnen wird. Daf&uuml;r gibt es einen Fachbegriff, das &quot;Health Beleif Model&quot;, als Begriff f&uuml;r die Denkmuster &uuml;ber Gesundheit und Therapie.<br /> Im Internet gibt es mehrere Texte zum Thema, leider auf Englisch. Etwas vereinfacht erkl&auml;rt geht es um eine subjektive Theorie, die dar&uuml;ber entscheidet, ob bestimmte Gesundheitsdienste in Anspruch genommen werden bzw. wie sich jemand in bezug auf die eigene Gesundheit verh&auml;lt. Einfacher wird es vielleicht mit einem Beispiel. Wenn ich annehmen kann, dass eine Angstst&ouml;rung etwas mit erlerntem Verhalten zu tun hat, gleichzeitig annehmen kann, dass man Angst auch wieder ver-lernen kann, dann wird eine Therapie, in der genau das vermittelt und einge&uuml;bt wird, auch etwas bringen. Umgekehrt steht die durchaus verbreitete Vorstellung, dass Sucht eine &quot;reine Willensfrage&quot; sei, der Suchttherapie oft im Weg. Wer glaubt, nur mit dem eigenen Willen aus einer Abh&auml;ngigkeit herauszufinden, wird nicht einsehen k&ouml;nnen, was Therapie &uuml;berhaupt bringen soll. Das wichtigste Potential, der Grund, warum Psychotherapie &uuml;berhaupt funktionieren kann, ist die Lernf&auml;higkeit - nicht auf Schulwissen bezogen, sondern auf die M&ouml;glichkeit, sich zu &auml;ndern. Ganz allgemein gesagt: Therapie kann helfen, neue Sichtweisen zu entwickeln, neue L&ouml;sungen zu finden, etwas anders zu machen, dadurch besser mit dem je eigenen Leben zurecht zu kommen. Tauchen in der Therapie Zweifel auf, ob das Ganze &uuml;berhaupt Sinn macht, sollten diese Zweifel auch angesprochen werden. M&ouml;glicherweise sind die Erwartungen unrealistisch, m&ouml;glicherweise fehlen Informationen &uuml;ber St&ouml;rungsbilder und die Prozesse, die n&ouml;tig sind, um Ver&auml;nderungen zu erreichen und zu stabilisieren. Was eine Therapie wirklich bringen kann, wird nur erfahrbar, wenn man sich darauf einl&auml;sst - und dazu ist es manchmal n&ouml;tig, Erwartungen, W&uuml;nsche und Hoffnungen zu kl&auml;ren. Therapeuten, die dann Wunderheilungen durch Magie versprechen, sind unseri&ouml;s. Psychotherapie ist harte Arbeit - braucht Zeit und eine wichtige Einsicht: die entscheidenden Ver&auml;nderungen gehen immer vom Patienten aus. Methusalem http://therapieblog.de/Was_bringt_Psychotherapie 2008-08-02 22:00:03 Ich wollte es ja nicht wahrhaben... So ganz nebenbei erz&auml;hlt... und ziemlich allt&auml;glich. Freunde und die Eltern hatten ihn darauf aufmerksam gemacht, dass er wohl ein Alkoholproblem habe... aber einsehen wollte er es lange Zeit nicht. Ein Problem zu haben, das sich langsam zu einer St&ouml;rung entwickelt, das wollen viele nicht wahrhaben. Dabei kann es um k&ouml;rperliche Krankheiten gehen, um eine Angstst&ouml;rung oder ein Suchtproblem. Ein Problem zu leugnen heisst nicht, dass es nicht &quot;da ist&quot; - und so erkennen manche erst dann, wenn es zu massiven Schwierigkeiten kommt, dass sie ein Problem haben, das behandlungsbed&uuml;rftig ist. Hier haben &Auml;rzte und Psychotherapeuten etwas gemeinsam: manchmal w&uuml;nschen sie sich, fr&uuml;her eingreifen zu k&ouml;nnen, zu einem Zeitpunkt, zu dem sich &quot;noch etwas machen l&auml;sst&quot;. Denn meistens werden St&ouml;rungen, die l&auml;ngere Zeit bestehen, immer schwieriger, l&ouml;sen immer mehr zus&auml;tzliche Probleme aus. Die Frage ist, woran das wohl liegt, das manche nicht einsehen wollen, dass sie mit irgendetwas ein Problem haben...<br /> 1. Es ist peinlich. Oder eine Schande. <br /> Ist es eine Schande, wenn man sich erk&auml;ltet oder schlapp wird, weil es heiss ist? Wohl kaum. Zum Arzt zu gehen, wenn man sich verletzt hat... f&uuml;r die meisten kein Problem. Aber mit Alkohol ein Problem zu haben oder wegen Depressionen eine Therapie zu beginnen... das ist f&uuml;r manche ein peinliches Eingest&auml;ndnis. Ich kann nicht mehr. Ich brauche Hilfe. Ich hab ne Macke. Das klingt so wie: ich habe versagt, das darf nicht sein, das ist schlimm.<br /> 2. Es ist eine Kr&auml;nkung.<br /> Krankheiten, insbesondere psychische St&ouml;rungen k&ouml;nnen an sich schon eine Kr&auml;nkung darstellen. Der Stolz ist verletzt, die Ehre angekratzt, und dann kommt da noch die Frage, was denn wohl die Anderen sagen, die Nachbarn etwa, die Freunde, wenn sie es nicht schon wissen...<br /> 3. Die Fassade br&ouml;ckelt.<br /> In einer Leistungsgesellschaft wird erwartet, dass erwachsene Menschen ihr Leben im Griff haben. Wehe, wenn das nicht mehr so ist. Dann werden &Auml;ngste wach, die Angst, das Gesicht zu verlieren oder den Arbeitsplatz. <br /> Eine Frage... ist das realistisch, davon auszugehen, dass ein Mensch in einem langen Leben niemals krank wird, immer und &uuml;berall in jeder Situation alles im Griff hat und niemals Hilfe braucht?<br /> Was geschieht, wenn ich mir den folgenden Gedanken durch den Kopf gehen lasse: &quot;es ist erlaubt, ein Problem zu haben. Es ist erlaubt, Hilfe in Anspruch zu nehmen, wenn ich allein nicht mehr weiter komme&quot; ...? <br /> <br /> Methusalem http://therapieblog.de/Ich_wollte_es_ja_nicht_wahrhaben 2008-08-01 21:30:07 Die Welt ist kompliziert Der ganz normale Wahnsinn... die Welt ist kompliziert und oft schwer zu durchschauen. Hier und da geht etwas schief, l&auml;uft nicht so, wie es sollte, viele Kleinigkeiten, die &quot;an sich&quot; nicht unbedingt ein Problem sind, aber dann doch schwieriger werden k&ouml;nnen, als es abzusehen war... ein ganz normaler Vorgang. Das ganz normale Leben erfordert eine Menge an formalen Kl&auml;rungen, bringt eine F&uuml;lle von Alltagsproblemen mit sich, die schnell die eigenen M&ouml;glichkeiten &uuml;berfordern k&ouml;nnen. Wenn man sich das klar macht, ist es kein Wunder, dass die N&auml;he zum &quot;Ausrasten&quot; ab und zu erstaunlich klein wird. &Uuml;ber Therapie nachzudenken bedeutet dann zweierlei - zum einen die schlichte Einsicht, dass die Belastbarkeit des Einzelnen begrenzt ist, zum anderen die Frage, was pr&auml;ventiv m&ouml;glich ist, um die Entstehung psychischer St&ouml;rungen zu vermeiden. Und die Antwort ist zun&auml;chst einfach - Pr&auml;vention und Therapie stehen vor der Aufgabe, das ganz normale Leben &quot;aushaltbar&quot; zu machen, Unterst&uuml;tzung bei der Bew&auml;ltigung des Alltags zu geben. Sich in einer komplizierten Welt zurechtfinden - das bedeutet auch f&uuml;r Fachleute, immer wieder mit Problemen konfrontiert zu werden, die nicht dem eigenen Fach zuzuordnen sind, also Dinge &quot;k&ouml;nnen zu sollen&quot;, die nie gelernt worden sind. N&uuml;tzlich ist es dann, wenn man sich Rat und Hilfe suchen kann, in vielen Fragen wird aber auch der eigene Einsatz gefragt sein, die Anstrengung, selbst eine L&ouml;sung zu finden, Wege in einer schwierigen Situation ausfindig zu machen. Die Rolle des Therapeuten hat dabei etwas Angenehmes und einen entscheidenden Vorteil - von aussen betrachtet l&auml;sst sich so manches klarer erkennen, der Abstand erleichtert die n&uuml;chterne Betrachtung von Zusammenh&auml;ngen, die verwirrend kompliziert erscheinen k&ouml;nnen, wenn man selbst &quot;drin steckt&quot;. Das ist, wie ich meine, ein grunds&auml;tzlicher Aspekt der Therapie - die M&ouml;glichkeit, eine Aussenperspektive zu bekommen, Dinge zu erfahren, die aus der eigenen Perspektive nicht erkennbar sind. So wird die Erfahrung m&ouml;glich, dass man sich in einer komplizierten Welt eben doch irgendwie zurechtfinden kann. Und das - hilft. Methusalem http://therapieblog.de/Die_Welt_ist_kompliziert 2008-07-30 18:47:52 Was ist Therapie? Der Begriff Therapie bezeichnet zun&auml;chst ein Heilverfahren. F&uuml;r einen Therapieblog erscheint es mir sinnvoll, zun&auml;chst einmal Informationen zur Verf&uuml;gung zu stellen. Im Internet gibt es bereits eine Menge an Quellen, es ist aber auch nicht so einfach, abzusch&auml;tzen, was davon wirklich brauchbar ist und was nicht. Im Bereich der Psychotherapie gibt es etwa 10000 Therapieverfahren... die meisten davon sind kaum bekannt und nicht alle werden auch bezahlt. Fast alle aber beruhen auf einem einfachen Grundprinzip: dem Gespr&auml;ch. Mit dem Begriff &quot;Therapeutische Kommunikation&quot; wird also ausgedr&uuml;ckt, dass es um eine spezielle Form des Gespr&auml;chs geht, die heilsame Wirkung haben soll. Das Therapeutische findet sich sehr wohl auch im Alltag - trotz allem aber ist es eine professionelle Angelegenheit. Es geh&ouml;rt also Wissen und &Uuml;bung dazu, eine brauchbare Therapie gestalten zu k&ouml;nnen. Und es gibt einen wichtigen Untersch&iacute;ed zwischen medizinischer und psychologischer Therapie: Psychotherapie erfordert wesentlich mehr Aktivit&auml;t von seiten des Patienten, w&auml;hrend die medizinische Therapie oft eine eher passive Angelegenheit ist, ein Sich-behandeln-lassen. Ausgangspunkt in beiden Situationen ist meist ein bestimmte Leiden und die Einsicht: &quot;allein komme ich nicht weiter&quot;. Was verschiedene Formen der Therapie gemeinsam haben, ist der Gedanke, zun&auml;chst einmal zu kl&auml;ren, worin das Problem eigentlich besteht. Diagnostik also bedeutet, sich n&auml;her mit dem zu befassen, was da schwierig ist, Leiden verursacht - und einen Begriff f&uuml;r das Problem(-feld) zu finden. Oft ist damit schon eine Menge klargeworden. Methusalem http://therapieblog.de/Was_ist_Therapie 2008-07-29 18:31:12 ...das geht aber schnell... ...ups, kaum da und schon zwei Bewertungen... es steckt ja noch nicht viel drin und ich &uuml;berlege, womit ich am besten anfange... Vielleicht mit allgemeinen grunds&auml;tzlichen Fragen. Was ist Therapie? Zum Beispiel. Infos &uuml;ber verschiedene Therapierichtungen, das ist auch so eine Idee. Die therapeutische Beziehung. Die Frage, wie man als Patient/in am besten von einer Therapie profitieren kann. Interessant sind sicher auch Erfahrungsberichte... eine Grundfrage, die mich immer wieder besch&auml;ftigt: was ist hilfreich? Therapie ist eine h&ouml;chst individuelle Angelegenheit und was f&uuml;r wen hilfreich ist, l&auml;sst sich nicht immer so genau vorhersehen. Aber irgendwie hat das alles immer mit Ver&auml;nderungen zu tun. Einer der einfachsten Gedanken &uuml;berhaupt: Therapie heisst Ver&auml;nderung. Was und wie in welcher Richtung, das ist dann die Frage... aber ohne die Bereitschaft zur Ver&auml;nderung geht so gut wie gar nichts. Womit wir schon mitten in einem zentralen Problem sind... das geht aber schnell... Methusalem http://therapieblog.de/das_geht_aber_schnell 2008-07-28 22:20:55 Adoptiert: der Therapieblog Zuallererst: HALLO. Der Therapieblog wurde soeben adoptiert. Die Artikel, die bereits drin sind, lasse ich im Moment einfach noch stehen. Die Idee dazu kam mir, weil ich eben als Therapeut arbeite, als Suchttherapeut genauer gesagt, somit f&uuml;r mich in Anspruch nehmen darf, etwas von der Sache zu verstehen. Einen Blog habe ich ja bereits, zum Thema &quot;Lebensgestaltung&quot; - damit ist ein weiter Themenkreis abgesteckt, es sind aber bereits Inhalte aufgenommen worden, die sich n&auml;her mit Fragen der Psychotherapie besch&auml;ftigen. Die Kernidee f&uuml;r den Therapieblog ist, gezielter und auch spezieller auf Fragen rund um das Thema Therapie einzugehen, dabei auch etwas pers&ouml;nlicher zu werden. Wohin sich das Projekt entwickelt, wird nicht zuletzt auch von der Leser/innen/schaft abh&auml;ngen, als Zielgruppe sind Leute angesprochen, die sich entweder selbst in einer Therapie befinden, dar&uuml;ber nachdenken, eine Therapie hinter sich haben oder als Therapeuten t&auml;tig sind. Das Lesen eines Blogs kann und soll eine Therapie nicht ersetzen - aber es gibt eine Menge Dinge, die sich rund um das Feld der Psychotherapie bewegen und immer wieder einmal erkl&auml;rt werden sollten. Manchmal muss ich mir daf&uuml;r auch die Zeit freischaufeln und habe mir zu diesem Zweck einige Scripten erarbeitet, in denen wichtige Themen beschrieben sind. Im wesentlichen geht es also um Informationen, Erl&auml;uterungen, die das Verst&auml;ndnis f&uuml;r therapeutische Prozesse entwickeln und vertiefen sollen. Und dabei m&ouml;chte ich es auch schon belassen... es fehlt noch der Hinweis auf den Blog Lebensgestaltung: http://www.lebensgestaltung.over-blog.com. Methusalem http://therapieblog.de/Adoptiert_der_Therapieblog 2008-07-28 18:05:00